Berner Ständerat: SP, BDP und SVP hoffen weiter auf Sitz im Stöckli
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Berner StänderatSP, BDP und SVP hoffen weiter auf Sitz im Stöckli

Die Berner Ständeratskandidaten müssen in den zweiten Wahlgang. Spannen SVP und BDP nun zusammen?

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miw/nc

Das Kopf an Kopf-Rennen der Berner Ständeratskandidaten geht in eine zweite Runde: Keiner der elf Kandidierenden erreichte am Sonntag das absolute Mehr von 152'860 Stimmen.

Dennoch war der Berner Rathaussaal bei der Verkündung der Wahlresultate voller Emotionen; der zuletzt ausgezählte Wahlkreis Bern-Mittelland mischte die Karten neu: So schloss Werner Luginbühl von der BDP mit 151'069 Stimmen am besten ab. Dicht gefolgt vom bisherigen SP-Ständerat Hans Stöckli: In einer nervenaufreibenden Aufholjagd stach er den SVP-Kontrahenten Albert Rösti aus und landete mit 144'805 Stimmen auf Platz zwei. «Stöckli will ins Stöckli zurück», lautete seine Parole bei der Bekanntgabe. Heuer konnte er rund 20'000 Stimmen mehr verzeichnen als bei seiner Wahl im Jahr 2011.

Enttäuschung bei der SVP

Während der Bieler SP-Politiker jubelte, zog SVP-Mann Rösti aus Uetendorf ein langes Gesicht: Der Favorit vom Sonntagnachmittag musste schliesslich mit dem dritten Platz Vorlieb nennen, er kam auf 136'055 Stimmen. Verloren sei aber noch nichts, verkündet er dennoch. Er will am 15. November erneut um einen der beiden Ständeratssitze kämpfen.

Für den zweiten Wahlgang sei sicher denkbar, eine Zusammenarbeit mit dem BDP-Ständerat Werner Luginbühl zu suchen, sagte Rösti. Luginbühl wollte sich zu einer möglichen Zusammenarbeit mit Rösti im Hinblick auf den zweiten Wahlgang gestern nicht äussern. Sein gutes Abschneiden erklärte Luginbühl damit, dass er als konstruktiver und lösungsorientierter Politiker wahrgenommen werde. Die Wahlbeteiligung lag beim ersten Wahlgang 48,8 Prozent.

Die Parteien werden in den nächsten Tagen entscheiden, wen sie in den zweiten Wahlgang schicken. Allgemein wird angenommen, dass die drei Führenden erneut antreten. Bei dieser Ausgangslage werden die Wähler Mitte November entscheiden, ob der Kanton Bern weiterhin eine geteilte Standesstimme hat oder ob zwei Bürgerliche im Ständerat sitzen. (miw/nc/sda)

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