Aktualisiert 20.10.2006 11:01

SP: Eine Million für einen dritten Bundesrat

Die Sozialdemokraten blasen zum Frontalangriff gegen die Rechte. Sie investieren eine Million in den Wahlkampf und wollen im Herbst 2007 abräumen. Und einen dritten Bundesratssitz.

Die SP will stärkste Partei werden und einen dritten Bundesratssitz für sich beanspruchen. Die Wahlkampfmaschine «campa07» verfügt über ein Budget von 1,2 Millionen Franken.

Ein Jahr vor den Nationalratswahlen legte die SP vor den Medien in Bern dar, wie sie die Wahlen gewinnen will. Wie für die letzten Wahlen 2003 baut sie ein Kampagnenteam auf, das vor allem die eigene Basis dort mobilisieren will, wo die SP stark ist: in den Städten und Agglomerationen, bei den Jungen und den Frauen.

Die SP stellt laut Generalsekretär Thomas Christen dem Rechtsblock im Bundesrat ein erfolgreiches Gegenmodell gegenüber: «Rot regiert besser.» Die grössten Schweizer Städte und mehrere Kantone würden unter SP-Führung regiert. Mit ihrer Regierungsfähigkeit und -verantwortung wolle die SP punkten.

«Wir müssen die Vierer-Mehrheit aus SVP und FDP bei den nächsten Bundesratswahlen sprengen», sagte SP-Fraktionspräsidentin Ursula Wyss. Siegesbewusst gab sich auch der SP-Vizepräsident Pierre-Yves Maillard: Wenn die SP weiter geschlossen gegen die neoliberalen Reformen kämpfe, habe sie eine reelle Chance, zur stärksten Partei des Landes zu werden. Falls die Linke bei den Eidgenössischen Wahlen gestärkt werde, gebe es keinen Zweifel daran, dass sich dies in der Zusammensetzung der Regierung niederschlagen müsse. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.