SP: Nur gewaltfrei gegen SVP-Aufmarsch
Aktualisiert

SP: Nur gewaltfrei gegen SVP-Aufmarsch

Die Veranstalter der Gegendemo zum geplanten SVP-Aufmarsch am 6. Oktober in Bern führen die SP der Stadt Bern in ihrem Unterstützungskomitee auf. Die Partei will davon aber nichts wissen.

Einen Aufruf zur Unterstützung des Bündnisses «das schwarze Schaf» habe die städtische SP nie unterzeichnet, hält die Partei in einer Mitteilung vom Montag mit. Eine ideelle Unterstützung des Anlasses käme nur unter ganz klaren Bedingungen in Frage.

Dazu gehört die Gewaltfreiheit des Anlasses. Sollte der Stadtberner Gemeinderat keine Bewilligung für die Gegenveranstaltung erteilen, müsse der Anlass in Form eines Festes ausserhalb des Stadtzentrums stattfinden, heisst es in der Mitteilung der SP weiter.

Man verstehe zwar den Widerstand gegen die geplante SVP-Kundgebung auf dem Bundesplatz. Denn schliesslich habe die SVP durch ihre fortwährende «Sündenbock-Politik» negativen Strömungen wie Rassismus und Antisemitismus Tür und Tor geöffnet, schreibt die SP weiter. Für die SP komme aber nur gewaltfreier Widerstand in Frage.

Sie verlangt von den Veranstaltern der Gegendemo deshalb, dass sie sich von jeglichen Gewaltaufrufen distanzieren und «klar und deutlich die Gewaltfreiheit des Anlasses ins Zentrum rücken». Eine Eskalation der Veranstaltung diene dem Sinn der Sache, eine gewaltfreie, tolerante Gesellschaft herbeizufühen, nicht, hält die SP weiter fest.

Die SVP hofft am 6. Oktober gegen 10 000 Anhänger und Sympathisanten auf dem Bundesplatz zu vereinen. Gegen den SVP-Aufmarsch haben links-autonome Kreise Widerstand angekündigt.

Ein Komitee unter der Bezeichnung «das schwarze Schaf» (in Anspielung an die SVP-Kampagne), will auf dem Münsterplatz eine Veranstaltung unter dem Motto «ganz Fest gegen Rassismus» durchführen. Der Gemeinderat der Stadt Bern hat für diese Veranstaltung bisher keine Bewilligung erteilt, weil die Stadt am 6. Oktober bereits überlastet sei.

(sda)

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