Sonderwohnzonen: SP Obwalden gegen Reichen-Ghettos

Aktualisiert

SonderwohnzonenSP Obwalden gegen Reichen-Ghettos

Die Obwaldner SP unterstützt das Referendum den Grünen gegen die Sonderwohnzonen für Reiche. Die Gleichbehandlung aller Bürger werde durch die Zonen empfindlich verletzt.

Damit setzt die Partei ein stärkeres Zeichen als die Fraktion der SP im Kantonsrat. Diese hatte bei der Beratung des Gesetzes zwar Vorbehalte angemeldet und sich der Stimme enthalten. Sie habe die Zonen aber weniger stark gewichtet, als dies nun in der breiten Öffentlichkeit der Fall sei, schreibt die SP in einer Medienmitteilung vom Freitag.

Zweiklassengesellschaft

Die SP betont, sie stosse sich nicht am normalen Verkauf von Grundstücken an Wohlhabende. Der Markt spiele da genügend. Mit dem angepassten Baugesetz werde aber das Prinzip der Zweitklassengesellschaft von offizieller Seite in fragwürdiger Weise gefördert. Damit werde der Zusammenhalt der Bevölkerung leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Die Mitgliederversammlung der SP störte sich auch, dass die Diskussion über die Sonderzonen in den letzten Wochen zu einem grossen Teil ausserhalb des Kantons geführt wurde. Es sei an der Zeit, dass das Stimmvolk in eigener Verantwortung entscheide. Die Unterstützung des Referendums der Grünen Obwalden durch die Mitgliederversammlung erfolgte mit grossem Mehr.

(sda)

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