Zürich: SP sagt Nein zur Fairflug-Initiative
Aktualisiert

ZürichSP sagt Nein zur Fairflug-Initiative

Die SP Kanton Zürich sagt Nein zur Fairflug-Initiative, die eine regionale Verteilung der Anflüge auf Zürich-Kloten anstrebt.

Dies hat die Delegiertenversammlung am Dienstagabend entschieden. Dagegen unterstützt die SP die Volksinitiative «Für Faire Ferien». Die Fairflug-Initiative, über die am 27. September 2009 abgestimmt wird, verlangt eine Verteilung des Fluglärms während der deutschen Sperrzeiten, in denen Zürich-Kloten nicht von Norden her angeflogen werden kann.

Soweit technisch möglich, sollen gemäss der Fairflug-Initiative die Anflüge auf alle Regionen verteilt werden. Die Abflüge sollen zuddem direkt in Richtung Flugdestination erfolgen, soweit dies technisch möglich ist.

Verständnis für Anliegen

Die SP habe Verständnis für das Anliegen der Initianten, lehne die Initiative jedoch aus grundsätzlichen Überlegungen ab, hiess es in einem Communiqué der SP. Die Zahl der Personen, die von der Überschreitung des Immissionsgrenzwertes betroffen sein könnten, solle wenn möglich nicht weiter steigen.

Die Initiative stehe dazu im Widerspruch. Sie würde lediglich den Lärmteppich ausweiten; Probleme würden damit jedoch keine gelöst. Zudem wäre bei Annahme des Begehrens zu befürchten, dass zwischen den Regionen neue Zwistigkeiten über die Verteilung der Fluglärmbelastungen entstehen würden.

Unterstützung für VPOD-Initiative

Die Delegiertenversammlung beschloss weiter, die Volksinitiative «Für Faire Ferien» zu unterstützen. Die vom VPOD lancierte Initiative verlangt, dass der Kanton Zürich seinen Angestellten mindestens fünf Wochen Ferien pro Jahr gewährt.

Vergleiche mit der Privatwirtschaft und anderen Kanton zeigten, dass der Kanton Zürich mit der aktuellen Ferienregelung zunehmend in Rückstand gerate. Die Forderung des VPOD sei deshalb berechtigt, fanden die SP-Delegierten. (sda)

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