Regierungsrats-Ersatzwahl: SP steigt definitv mit Jositsch ins Rennen
Aktualisiert

Regierungsrats-ErsatzwahlSP steigt definitv mit Jositsch ins Rennen

Die SP tritt am 29. November mit Daniel Jositsch zur Ersatzwahl in den Zürcher Regierungsrat an. Der 44-jährige Nationalrat wurde an der Delegiertenversammlung in Zürich einstimmig nominiert.

Der Antrag der Parteileitung, mit Jositsch anzutreten, war am Dienstagabend unbestritten und wurde diskussionlos gutgeheissen. Bereits Ende September hatten die SP-Delegierten mit grosser Mehrheit beschlossen, mit einer eigenen Kandidatur zur Regierungsrats- Ersatzwahl anzutreten.

Mit Jositsch schicke die SP «eines ihrer besten Pferde» ins Rennen, sagte Parteipräsident Stefan Feldmann. Das unterstreiche, dass die Partei diese Kandidatur ernst nehme und nicht einfach als Schaulaufen betrachte.

Jositsch ist Professor für Strafrecht an der Universität Zürich. Seine ersten politischen Erfahrungen in der Exekutive sammelte er während sechs Jahren als Schulpräsident von Stäfa. Innert kürzester Zeit schaffte er vor zwei Jahren den Sprung in den Kantonsrat und in den Nationalrat.

SP will Alternative bieten

Als stärkste Kraft im links-grünen Lager sei es für die SP Pflicht, mit einer eigenen Kandidatur für eine Alternative zu sorgen, sagte Feldmann. Damit solle verhindert werden, dass sozial und ökologisch denkende Wähler dazu verurteilt würden, am Wahltag däumchendrehend zu Hause zu bleiben.

Jositsch betonte vor den Delegierten, er freue sich auf einen engagierten Wahlkampf. Er sei bereit, Verantwortung zu übernehmen für einen starken sozialen und ökologischen Kanton Zürich. Seine Nomination wertete er als «Zeichen für ein neues Selbstbewusstsein der SP», die bereit sei «Farbe zu bekennen».

Stocker in der Favoritenrolle

Jositsch tritt am 29. November gegen den SVP-Kandidaten Ernst Stocker an. Der 54-jährige Kantonsrat und Stadtpräsident von Wädenswil soll der SVP den Sitz der zurücktretendenden Rita Fuhrer sichern.

Im ungleichen Duell zwischen dem Meisterlandwirt aus Wädenswil und dem Akademiker aus Zürich gilt Stocker als Favorit. Jositsch ist zwar kantonsweit ungleich bekannter. Dafür kann Stocker mit der Unterstützung der bürgerlichen Parteien rechnen.

(sda)

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