300 Franken fürs Impfen - SP-Vordenker Bodenmann fordert Boni und Bussen bei Corona-Impfung
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300 Franken fürs ImpfenSP-Vordenker Bodenmann fordert Boni und Bussen bei Corona-Impfung

Wer sich impfen lässt, soll 300 Franken erhalten, wer sich weigert 100 Franken Busse zahlen. Mit diesem System will Peter Bodenmann – Ex-Präsident der SP – die Herdenimmunität erreichen.

von
Philippe Coradi
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Von 1990 bis 1997 war er Präsident der SP Schweiz und bekleidete während Jahrzehnten nationale und kantonale politische Ämter – SP-Vordenker Peter Bodenmann. 

Von 1990 bis 1997 war er Präsident der SP Schweiz und bekleidete während Jahrzehnten nationale und kantonale politische Ämter – SP-Vordenker Peter Bodenmann.

LMS
Er schlägt vor, dass jeder, der sich impfen lässt oder genesen ist, 300 Franken erhalten soll. 

Er schlägt vor, dass jeder, der sich impfen lässt oder genesen ist, 300 Franken erhalten soll.

20min/Taddeo Cerletti
Personen, die sich partout nicht impfen lassen wollen , sollen eine einmalige Busse von 100 Franken bezahlen müssen.

Personen, die sich partout nicht impfen lassen wollen , sollen eine einmalige Busse von 100 Franken bezahlen müssen.

20min/Raphael Knecht

Darum gehts

  • Der Plan des Bundesrats, dass ab 1. Oktober Ungeimpfte ihre Corona-Tests selber bezahlen müssen, stösst von verschiedenen Seiten auf Kritik.

  • Um Zögernde zur Impfung zu motivieren, schlägt der ehemalige Präsident der SP vor, dass Impfbereite einen Bonus von 300 Franken erhalten sollen.

  • Wer sich partout nicht impfen lassen will, solle eine Busse von 100 Franken bezahlen müssen.

Noch ist es der Plan des Bundesrats, dass Ungeimpfte ab 1. Oktober ihre Corona-Tests selbst bezahlen sollen. Der Entscheid wird allerdings immer noch kontrovers diskutiert. Die Mehrheit der Kantone ist für ein Ende der Gratis-Tests, aus dem Parlament werden Stimmen laut, dass die Tests während der Zertifikatspflicht gratis bleiben sollten. Am Freitag wird der Bundesrat über die Tests beraten.

Motivationsspritze über Portemonnaie

Einen anderen Plan, wie die Impfquote erhöht werden könnte, verfolgt der Walliser Hotelier und Ex-Präsident der SP. Er setzt auf die Karte Geld und schlägt vor, dass jeder, der sich impfen lässt oder genesen ist, 300 Franken erhalten solle. Der einstige Gesundheitsdirektor des Kantons Wallis sagt zu den Zeitungen von «CH-Media»: «Eine solche Belohnung würde jene Menschen zum Impfen motivieren, die noch zögern, aber keine absoluten Impfgegner sind.»

Seine These testet er in seinem eigenen Betrieb gleich selbst. So würden alle Angestellten, die geimpft oder genesen sind oder sich bis Ende Monat einmal impfen lassen, einen Bonus erhalten. Bis jetzt mache er damit gute Erfahrungen. Laut dem kantonalen Steueramt könne Bodenmann diesen sogar steuerfrei auszahlen.

Im Gegenzug sollen Personen, die sich partout nicht impfen lassen sollen, eine einmalige Busse von 100 Franken bezahlen müssen. Diese beiden Massnahmen sollten seiner Ansicht nach Zögerer zur Impfung motivieren.

Bodenmann glaubt aber nicht, dass er mit 300 Franken auch absolute Impfgegner überzeugen kann. Doch aus seiner Sicht machen diese nur 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung aus und seien zur Erreichung der Herdenimmunität gar nicht nötig.

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