Wahlen 2015: SP will Julia Gerber Rüegg von Liste streichen
Aktualisiert

Wahlen 2015SP will Julia Gerber Rüegg von Liste streichen

Die SP-Findungskommission hat ihren Vorschlag für die Nationalratsliste veröffentlicht. Zuoberst steht Daniel Jositsch, Ex-Kantonsrätin Julia Gerber Rüegg wurde gestrichen.

von
som
Julia Gerber Rüegg und  Paul Rechsteiner.  Die SP hat die Ex-Kantonsrätin mit ihrem Entscheid brüskiert.

Julia Gerber Rüegg und Paul Rechsteiner. Die SP hat die Ex-Kantonsrätin mit ihrem Entscheid brüskiert.

Die Findungskommission war einstimmig der Meinung, dass die 58-jährige Julia Gerber Rüegg «neuen Kräften» Platz machen soll. Nach ihrem Rücktritt aus dem Zürcher Kantonsrat im Jahr 2014 und mehreren erfolglosen Kandidaturen für den Nationalrat sei es nun Zeit dafür.

Anderer Meinung ist Gerber Rüeggs Bezirkspartei, die SP Horgen. Sie will die ehemalige Zürcher Gewerkschaftsbunds-Präsidentin weiterhin auf der Liste sehen und hat den entsprechenden Antrag bereits eingereicht. Die Delegierten werden am 30. Mai somit entscheiden, ob Gerber Rüeggs politische Karriere beendet ist oder nicht.

Botschafter und Juso-Präsident

Einen ersten Dämpfer erlitt Gerber Rüegg bereits im April, nach der Wahl von Jacqueline Fehr in den Regierungsrat. Trotz des neuen Amtes entschied Fehr zusammen mit der Parteileitung, den Nationalratssitz nicht aufzugeben. Das Nachsehen hatte Gerber Rüegg, die auf dem ersten Ersatzplatz stand und nicht nachrutschen konnte.

Der Listen-Vorschlag der Findungskommission ist in zwei Blöcke aufgeteilt. Dem ersten Block gehören bekannte Kandidaten an, darunter die bisherigen Jacqueline Badran, Chantal Galladé, Thomas Hardegger und Martin Naef. Auf dem ersten Platz der Liste steht Daniel Jositsch, der gleichzeitig für den Ständerat kandidiert.

Aufgelistet sind dort auch Botschafter Tim Guldimann, der momentan in Berlin stationiert ist, Juso-Präsident Fabian Molina und die ehemalige Winterthurer Stadträtin Pearl Pedergnana. In einem zweiten Block stehen den Delegierten 18 Politiker zur Wahl, die eher weniger bekannt sind, darunter etwa die Ustermer Stadträtin Barbara Thalmann Stammbach und die ehemalige Winterthurer Gemeinderatspräsidentin Christa Benz-Meier. (som/sda)

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