Raumfahrt: SpaceX bringt 57 Internet-Satelliten ins All

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RaumfahrtSpaceX bringt 57 Internet-Satelliten ins All

Die neuen Satelliten, die das private Raumfahrtunternehmen in Umlauf gebracht hat, sollten nicht mehr so hell erscheinen. Dennoch waren sie wohl auch am Schweizer Nachthimmel sichtbar.

Die private US-Raumfahrtfirma SpaceX hat weitere 57 Satelliten für ein erdumspannendes Internet-Netz ins All gebracht. Auch zwei Satelliten des Unternehmens BlackSky waren an Bord der am Freitag in Cape Canaveral gestarteten zehnten sogenannten Starlink-Mission.

Die SpaceX mit den 57 Satelliten startete am frühen Freitagmorgen in Florida. (7. August 2020)

Die SpaceX mit den 57 Satelliten startete am frühen Freitagmorgen in Florida. (7. August 2020)

KEYSTONE

Die neuen Satelliten seien mit einer neuartigen Blende ausgestattet, damit sie nicht mehr so hell scheinen wie die bisherigen, erklärte Sven Melchert, Vorsitzender des Vereins Vereinigung der Sternfreunde, der Deutschen Presse-Agentur dpa am Freitag. «Das geht auf ein Abkommen mit Profiastronomen zurück, denn ohne diese Blende würden Starlink-Satelliten in Zukunft viele astronomische Beobachtungen erheblich einschränken.»

Dennoch berichteten in der Nacht auf Samstag mehrere Leser-Reporter von ungewöhnlichen Erscheinungen am Himmel, die vermutlich auf die Starlink-Mission zurückzuführen sind – so zeigt folgendes Video den Nachthimmel über Dallenwil im Kanton Nidwalden.

Ein Leser-Reporter filmte den Überflug über Dallenwil im Kanton Nidwalden.

Leser-Reporter 20 Minuten

Die jeweils über 200 Kilogramm schweren Satelliten sollen Daten von Bodenstationen bekommen und untereinander mit Hilfe von Lasern weiterleiten. Sie sollen in relativ niedrigen Umlaufbahnen fliegen und im Vergleich zu klassischer Satelliten-Kommunikation deutlich kürzere Verzögerungszeiten gewährleisten.

Im Frühjahr waren bereits viele Sichtungen der bis dahin gestarteten Satelliten gemeldet worden, weil diese eng und hell von der Erde aus erkennbar waren. Diese flogen sehr niedrig und waren besonders kurz nach Sonnenuntergang wegen der Reflexionen des restlichen Sonnenlichts sehr auffallend für gelegentliche Beobachter.

Die Positionen der Starlink-Satelliten sind für den eigenen Standort abfragbar unter «heavens-above.com».

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(SDA)

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