Satellitenstart: Spacex wird zur festen Grösse in der Raumfahrt
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SatellitenstartSpacex wird zur festen Grösse in der Raumfahrt

Zum zweiten Mal hat Spacex erfolgreich einen Satelliten ins All befördert. Das Unternehmen von Tesla-Gründer Elon Musk wird damit zur ernstzunehmenden Konkurrenz für Arianespace.

von
jcg

Das private Raumfahrtunternehmen Spacex kann einen erneuten Erfolg verbuchen: Eine Falcon-9-Rakete habe nach ihrem Start in Cape Canaveral in Florida am Montag den thailändischen Telekommunikationssatelliten Thaicom 6 «in einen perfekten Orbit» gebracht, teilte Spacex über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Das Unternehmen hatte Anfang Dezember erstmals einen kommerziellen Satelliten für eine Firma aus Luxemburg ins All geschossen. Mit dem zweiten erfolgreichen Start dürfte die Firma zur festen Grösse im rund 190 Milliarden Dollar (172 Milliarden Franken) schweren Geschäft mit kommerziellen Satelliten werden. Die Nummer eins im Geschäft ist das europäische Unternehmen Arianespace, das seit 1984 hunderte Satelliten ins All befördert hat.

Davon ist SpaceX noch weit entfernt, dennoch stehen schon jetzt 50 Starts im Wert von vier Milliarden Dollar in den Auftragsbüchern des Unternehmens - drei Viertel sind dabei kommerzielle Satelliten. Der zweite erfolgreiche Start in Folge war für Spacex auch wichtig, weil das Unternehmen auf das Geschäft mit grossen Militärsatelliten der US-Regierung hofft.

Privatrakete bringt Satelliten ins All

Spacex hatte vergangenen Mai seine unbemannte Raumkapsel «Dragon» als erstes privates Raumschiff zur Internationalen Raumstation ISS geschickt. Spacex ist neben Orbital Sciences – dem Erbauer von Thaicom 6 – eine von zwei privaten US-Firmen, die im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde NASA Nachschub zur ISS bringen. Die NASA hatte 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt und verfügt damit nicht mehr über eine eigene Weltraumflotte. (jcg/sda)

Weltraum-Fans beobachten den Start der Falcon-9-Rakete in Cape Canaveral, Florida (Bild: AP)

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