Preis für Countrystar: Späte Ehre für jungen Toten
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Preis für CountrystarSpäte Ehre für jungen Toten

57 Jahre nach seinem Tod infolge Alkohol- und Morphium-Sucht wird Country-Pionier Hank Williams mit dem prestigeträchtigen Pulitzer-Literaturpreis geehrt.

Hank Williams wurde wegen seines Beitrags für die Musikwelt nach seinem Tod ein besonderer Pulitzer-Preis verliehen. Der Pionier der Country-Musik, der 1953 mit nur 29 Jahren starb, wurde die Ehre wegen seines lebenslangen Beitrags als Musiker zu Teil.

Die Entscheidungsträger der Verleihung erklären ihre Entscheidung wie folgt: «Es ist seine Arbeit als Songschreiber, der auf einfache Art und Weise universelle Gefühle auf den Punkt brachte. Er spielte eine zentrale Rolle in der Veränderung der Country-Musik hin zu einer wichtigen musikalischen und kulturellen Kraft im amerikanischen Leben.»

Williams' Lieder, zu denen «Your Cheatin' Heart», «I'm So Lonesome I Could Cry» und das makaber-autobiografische «I'll Never Get Out of this World Alive» gehören, definierten und entwickelten das Country-Genre weiter und wurden in den Jahren nach seinem Tod in verschiedenen Stilrichtungen oft neu interpretiert.

Sig Gissler, Verwalter des Pulitzer-Preises, sagte: «Die Ehrung kennt vor allem den bleibenden Eindruck von Williams als kreative Kraft an, die eine Menge anderer Musiker und Performer beeinflusst hat. Gleichzeitig zeigen die Entscheidungsträger damit, dass sie unbedingt ihren Musik-Preis erweitern wollten und alle Aspekte der musikalischen Talente, die in der Vergangenheit vielleicht nicht bedacht wurden, anerkennen.»

Der prestigeträchtige Pulitzer-Spezialpreis für die Künste wurde bisher nur zehnmal verliehen, meist an Komponisten. Jazz-Künstler Thelonious Monk erhielt die Ehrung 2006, John Coltrane 2007 und Folk-Sänger Bob Dylan konnte den Preis 2008 mit nach Hause nehmen.

Video: «Hank Williams - Honky Tonk Blues»

Quelle: YouTube (bang)

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