British Open: Späte Erlösung für Darren Clarke

Aktualisiert

British OpenSpäte Erlösung für Darren Clarke

Darren Clarke ist der sensationelle Sieger des 140. British Open in Sandwich. Mit 42 Jahren erringt der nordirische Golfprofi hoch überlegen seinen ersten Triumph an einem Majorturnier.

Auch bei Darren Clarke lief nicht immer alles wie am Schnürchen. (Bild: Reuters)

Auch bei Darren Clarke lief nicht immer alles wie am Schnürchen. (Bild: Reuters)

Darren Clarke gehörte während vielen Jahren zu den stärksten Golfern Europas. Sein grossartiger Sieg ist insofern keine Überraschung. Geradezu sensationell wird er aber durch die Tatsache, dass Clarke nach dem Tod seiner an Brustkrebs erkrankten Ehefrau im August 2006 nie mehr die Konstanz und die Spielstärke früherer Jahre erreicht hat.

Auf dem königlichen Par-70-Kurs von St. Georges's an Englands Südostküste beherrschte er die namhafte Gegnerschaft in nie erwarteter Weise. Er gewann das älteste Golfturnier drei Schläge vor den Amerikanern Dustin Johnson und Phil Mickelson, dem viermaligen Majorturnier-Gewinner.

Enge Weltspitze

Clarkes Triumph ist auch ein weiterer Hinweis darauf, wie offen die Konkurrenz im Weltgolf geworden ist, seit Tiger Woods seine einstige Dominanz eingebüsst hat. Woods war wegen seiner hartnäckigen Knieverletzung am British Open nicht am Start. In den letzten zwölf Majors trugen sich zwölf verschiedene Spieler in die Siegerlisten ein. Nordirland stellte in den letzten fünf Majors dreimal den Sieger (Graeme McDowell am US Open 2010, Rory McIlroy am US Open 2011, und jetzt Darren Clarke).

Die als erklärte Favoriten gestarteten Top 4 der Weltrangliste konnten nie in den Kampf um den Sieg eingreifen. Luke Donald (Nummer 1) und Lee Westwood (2) qualifizierten sich nicht einmal für die beiden Finalrunden. Martin Kaymer (3) wurde Neunter, Rory McIlroy (4) belegte den 25. Platz.

(si)

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