Aktualisiert 21.11.2016 13:33

Weltnummer 1Spätzünder Murray

Andy Murray ist im Tennis-Olymp angelangt. Doch für eine längere Regentschaft ist er wohl schon zu alt.

von
heg
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Name: Andy MurrayNation: GrossbritannienAnzahl Grand-Slam-Titel: 3Erstmals Nummer 1: 7. November 2016Wochen als Nummer 1: 2

Name: Andy MurrayNation: GrossbritannienAnzahl Grand-Slam-Titel: 3Erstmals Nummer 1: 7. November 2016Wochen als Nummer 1: 2

FreshFocus/Alberto Pezzali
Name: Novak DjokovicNation: SerbienAnzahl Grand-Slam-Titel: 12Erstmals Nummer 1: 4. Juli 2011Wochen als Nummer 1: 223

Name: Novak DjokovicNation: SerbienAnzahl Grand-Slam-Titel: 12Erstmals Nummer 1: 4. Juli 2011Wochen als Nummer 1: 223

epa/Kerim Okten
Name: Rafael NadalNation: SpanienAnzahl Grand-Slam-Titel: 14Erstmals Nummer 1: 18. August 2008Wochen als Nummer 1: 141

Name: Rafael NadalNation: SpanienAnzahl Grand-Slam-Titel: 14Erstmals Nummer 1: 18. August 2008Wochen als Nummer 1: 141

epa/Vassil Donev

Was für ein Jahr für Andy Murray. Der Schotte gewann zum ersten Mal die ATP-Finals. Dank dem 6:3, 6:4-Finaltriumph über Novak Djokovic verteidigte der 29-Jährige seine Position als Nummer 1, die er am 7. November erstmals erlangte.

Murray trumpfte vor allem in der zweiten Jahreshälfte gross auf. Der Schotte gewann die letzten fünf Turniere und baute seine Serie auf 24 Erfolge nacheinander aus. Ausserdem siegte er nach 2013 zum zweiten Mal in Wimbledon und holte an den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro die zweite Goldmedaille nach London. Wie lange sich der US-Open-Sieger von 2012 auf dem Tennisthron halten kann, steht in den Sternen. Mit 29 Jahren ist Murray doch schon in einem stattlichen Alter. Eine längere Regentschaft, wie sie seine Vorgänger jeweils hatten, dürfte ihm verwehrt bleiben.

Jahrelang auf dem Olymp

Novak Djokovic, der die erste Jahreshälfte mit den Triumphen am Australian und French Open dominierte, begann ab dem Sommer zu schwächeln. Körperliche und private Probleme machten ihm zu schaffen. Die letzten Jahre war der 29-jährige Serbe die grosse Figur im Männertennis. Nach dem Wimbledon-Sieg 2011 stieg er als 24-Jähriger erstmals auf den Tennisthron. Zehn seiner bisher zwölf Grand-Slam-Siege fallen in die Zeit nach diesem Triumph.

Vor Djokovic lag die Regentschaft bei Rafael Nadal. Einen Monat nach dem epischen Wimbledon-Final 2008, den er in fünf Sätzen gegen Roger Federer gewann, wurde der Spanier erstmals die Nummer 1. Neun seiner 14 Grand-Slam-Siege erreichte Nadal bei den French Open. Den Namen des Sandplatz-Königs trug er also zu Recht.

Federer tut es seinem Idol gleich

Als Nadal erstmals Richtung Regentschaft stürmte, ging Roger Federers ganz grosse Ära langsam vorbei. Der Maestro war die grosse Figur von 2004 bis 2009. In dieser Zeit realisierte der 35-jährige Schweizer 16 seiner 17 Major-Triumphe. Nach dem Gewinn des Australian Open grüsste King Roger am 2. Februar 2004 erstmals vom Thron. Mit 302 Wochen an der Weltranglistenspitze hält Federer heute noch den Rekord.

Auch Federers Idol Pete Sampras dominierte die Tennisszene während sechs Jahren. In der Zeit von 1993 bis 1998 gewann der 45-jährige Amerikaner 13 seiner 14 Grand-Slam-Titel. Sampras blieb im Gegensatz zu Federer, Nadal und Djokovic jedoch ein Titel verwehrt: Am French Open siegte er nie.

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