Aktualisiert 24.05.2007 19:54

Spanien erhebt Anspruch auf den Millionenschatz

Streit um einen Millionenschatz: Möglicherweise hat Spanien Anspruch auf die kürzlich aus dem Atlantik geborgenen Silber- und Goldmünzen.

Tiefseetaucher des US-Unternehmens Odyssey haben kürzlich in einem Schiffswrack auf dem Grund des Atlantiks eine halbe Million Silber- und Goldmünzen entdeckt (20 Minuten berichtete). Geschätzter Wert des sensationellen Fundes: rund 500 Millionen Dollar. Odyssey beharrt darauf, dass der Schatz in internationalen Gewässern gefunden wurde.

Doch einem Bericht der Madrider Zeitung «El Mundo» zufolge wurden die Münzen vermutlich aus einem Wrack vor der Küste Spaniens geborgen. Satellitendaten würden belegen, dass die Schiffe des in Florida ansässigen Unternehmens in den vergangenen drei Monaten rund 18 Kilometer vor Cádiz im Einsatz waren.

Die Zeitung «El País» berichtete, Spanien habe die US-Firma über seine Botschaft in Washington aufgefordert, den genauen Fundort und die Herkunft des Schiffes bekannt zu geben. Sollte es sich wie vermutet um eine spanische Galeone handeln, stehe der Schatz Spanien zu. Das Madrider Kulturministerium hat wegen Verdachts auf Plünderung spanischen Kulturbesitzes bereits polizeiliche Ermittlungen gegen Odyssey eingeleitet.

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