Lockerungsschritte - Spanien hebt Ausnahmezustand auf, Italien will Inseln coronafrei bekommen
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LockerungsschritteSpanien hebt Ausnahmezustand auf, Italien will Inseln coronafrei bekommen

Dass Spanien ab Sonntag den Ausnahmezustand aufheben will, beobachten die Regionen mit Skepsis. Zeitgleich priorisiert Italien seine Inselbewohner beim Impfen.

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In Spanien endet am 9. Mai 2021 der landesweite Ausnahmezustand. 

In Spanien endet am 9. Mai 2021 der landesweite Ausnahmezustand.

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Die Behörden auf den Balearen haben sich am 6. Mai jedoch die richterliche Zustimmung für die Aufrechterhaltung der nächtlichen Ausgangssperre gesichert.

Die Behörden auf den Balearen haben sich am 6. Mai jedoch die richterliche Zustimmung für die Aufrechterhaltung der nächtlichen Ausgangssperre gesichert.

Clara Margais/dpa
Auch Italien befindet sich seit kurzem auf einem schrittweisen Lockerungskurs.

Auch Italien befindet sich seit kurzem auf einem schrittweisen Lockerungskurs.

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Darum gehts

  • Spanien hebt am Sonntag den landesweiten Ausnahmezustand auf. Die Regionalregierungen betrachten diesen Schritt mit Sorge.

  • Ab nächster Woche können Massnahmen wie eine Ausgangssperre nur noch mit Zustimmung eines Gerichts angeordnet werden.

  • Die italienische Regierung plant derweil, bis im Sommer die Bewohner ihrer Inseln zu impfen.

In Spanien endet am Sonntag der landesweite Ausnahmezustand, womit der Kampf gegen das Coronavirus nach Ansicht einiger Regionalregierungen erschwert wird. Gesundheitsexperten befürchten unter anderem, dass die Zahl der Reisen im Land und damit die Gefahr der Ausbreitung des Coronavirus deutlich zunehmen werden. Der Ausnahmezustand war von der Zentralregierung im Oktober ausgerufen worden, als die Zahl der täglichen Neuinfektionen stetig stieg. Zuletzt gingen diese deutlich zurück.

Gerichte müssen Massnahmen zustimmen

Der Ausnahmezustand gab den Regionalbehörden den rechtlichen Rahmen, um beispielsweise nächtliche Ausgangssperren und Reiseverbote zwischen den Regionen zu verhängen. Ab Sonntag können solche Massnahmen nur noch ergriffen werden, wenn ein lokales Gericht vorher zustimmt. Einige Regionen haben bereits für Fakten gesorgt: So sicherten sich die Behörden auf den Balearen am Donnerstag die richterliche Zustimmung für die Aufrechterhaltung der nächtlichen Ausgangssperre.

Italien will anfangs Juni für Touristen bereit sein

Auch Italien befindet sich seit kurzem auf einem schrittweisen Lockerungskurs. Wo die Corona-Zahlen moderat sind, dürfen Restaurants und Bars auch abends im Aussenbereich an Tischen servieren. Ab 22 Uhr gilt weiter ein Ausgangsverbot. Museen und Kinos in den sogenannten Gelben Zonen haben bereits geöffnet. Ab 1. Juni sollen die Menschen in Lokalen auch wieder drinnen sitzen dürfen.

Italien peilt den 2. Juni für den offiziellen Start der Sommersaison an. Wie genau die Regelungen für Einreisende, auch für Geimpfte, im Juni aussehen werden, ist noch nicht ganz klar. Die Corona-Zahlen sind zuletzt beständig gesunken. Mehr als 25 Prozent der Bevölkerung sind mindestens einmal gegen Corona geimpft.

Auf Inseln schneller impfen

Zusätzlich soll die Bevölkerung der italienischen Mittelmeerinseln coronafrei werden. Ab letzten Freitag sollen Massenimpfungen gegen Covid-19 auf Capraia, südwestlich der toskanischen Stadt Livorno, und den Äolischen Inseln, nordwestlich der sizilianischen Stadt Messina, beginnen, wie aus dem Plan des ausserordentlichen Kommissars für den Corona-Notfall hervorgeht. Insgesamt will die Regierung Menschen auf etwa 30 dieser kleineren Inseln impfen. Capri ist beim Impfen schon weiter fortgeschritten. Dort seien beinahe 80 Prozent der über 16-Jährigen immunisiert.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(DPA/AFP/pco)

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