Spanien: Schweizerin in Höhle tot aufgefunden
Aktualisiert

Spanien: Schweizerin in Höhle tot aufgefunden

Vier Jahre lang lebte sie mutterseelenallein in einer Höhle an der Costa Brava. Jetzt wurde die Schweizerin Lucia (62) von Unbekannten erstochen.

Die Frau wurde am Sonntag in der Höhle im spanischen Küstenort Port de la Selva nördlich von Barcelona tot aufgefunden. Sie war teilweise mit einer Decke verhüllt. An Kopf und Hals wies sie mehrere Stichverletzungen auf. Entdeckt wurde die Leiche von einer Nachbarin, die der Schweizerin Früchte vorbeibringen wollte, wie «Europa Press» gestern berichtete.

Die 62-Jährige hatte die Höhle, die einst vom Militär als Bunker genutzt wurde, wohnlich eingerichtet. Angebote der Gemeindeverwaltung, sie in einem Haus unterzubringen, lehnte sie grundsätzlich ab. Die mittellose Frau ernährte sich von Lebensmitteln, welche ihr die Einheimischen überliessen.

Die Ermittlungen zum Mordfall laufen auf Hochtouren. Die Polizei klärt ab, ob die Frau die Täterschaft gekannt hat. Das EDA hat Kenntnis «von einem Todesfall in Spanien», wie es auf Anfrage hiess.

(bbr)

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