Nati-Goalie Yann Sommer: «Spanien-Sieg gibt extrem viel Selbstvertrauen für die WM»

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Nati-Goalie Yann Sommer«Spanien-Sieg gibt extrem viel Selbstvertrauen für die WM»

Das 2:1 in Saragossa bringt dringend benötigte Punkte in der Nations League. Doch auch in Sachen WM-Vorbereitung ist der Triumph Gold wert. Yann Sommer erklärt, weshalb.

von
Silvan Haenni
Lucas Werder
(aus Saragossa)

Kurioses Missverständnis – Steffen versenkt den Ball fast im eigenen Tor.

Video: SRF

Darum gehts

«Das war reines Glück», kommentiert Yann Sommer die Szene um den missratenen Rückpass von Renato Steffen, der um ein Haar im eigenen Tor gelandet wäre (siehe Video). Der Aushilfs-Linksverteidiger habe nicht mehr hochgeschaut, so nichts gesehen und den Ball dann einfach in die Mitte gespielt, so Sommer. Der 33-Jährige schmunzelnd: «Dann blieb uns nur noch das Hoffen.»

Es ist am Samstag neben dem schwierig zu verteidigenden Gegentor der einzige Wackler gegen die Fussball-Grossmacht Spanien, womit sich die Nati mit viel Kampf und Kompaktheit einen 2:1-Sieg verdient. Hat sich das Team von Murat Yakin etwa das nötige Glück erarbeitet? Sommer: «Ich glaube schon, dass bei Teams, die viel investieren und als Mannschaft auftreten, das Glück in solchen Situationen auf deren Seite springt.»

Gute Stimmung im Team

Es ist nach dem grossen Triumph an der WM 2010 erst der zweite Sieg der Schweizer Nati gegen Spanien. Wo ist der Erfolg einzuordnen, nachdem man in den vergangenen Monaten bereits andere Schwergewichte wie Frankreich oder Portugal hat niederringen können? «Es ist primär ein extrem wichtiger Sieg für die Kampagne in der Nations League», so Sommer, «wo der historisch nun hingehört, ist schwierig zu sagen».

Allerdings: «Im Hinblick auf die WM gibt der Sieg allerdings sehr viel Selbstvertrauen», so der Gladbach-Goalie. Selbstvertrauen, das man exakt zwei Monate vor dem ersten Spiel in Katar gegen Kamerun (24. November) sehr gerne in die Vorbereitung mitnimmt. Sommer: «Die Stimmung im Team ist sehr gut, solche Siege helfen natürlich.»

«Irgendwie bist du voll in der Saison drin»

Sie hätten einmal mehr gesehen, dass sie ganz Grosse schlagen könnten. «Wir trennen die Nations League komplett von der WM», relativiert Sommer aber sogleich. Eine Weltmeisterschaft sei in Sachen Fokus und Ansprüche wieder etwas ganz anderes. Der Zürcher weiter: «Es wird ein neues Turnier mit einer schwierigen Gruppe. Da müssen wir umso mehr wieder Topleistungen auf den Platz bringen.»

Ein neues Turnier in der Tat. Schliesslich findet die WM erstmals im Winter statt. Sommer: «Irgendwie bist du voll in der Saison drin und trotzdem geht es schon so bald los.» Dies sei einerseits cool, so der 74-fache Nationalspieler. «Andererseits ist es aber auch eine grosse Umstellung.»

Zunächst geht es nun aber nach St. Gallen, wo am Dienstag Tschechien wartet (20.45 Uhr). «Auch das wird ein unangenehmer Gegner», so Sommer. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass die Nati dann kein Glück in Anspruch nehmen muss – ob erarbeitet oder nicht. 

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