Spanien verurteilt Extremisten wegen Djerba-Anschlag
Aktualisiert

Spanien verurteilt Extremisten wegen Djerba-Anschlag

In Spanien sind zwei Männer wegen Beteiligung an dem Anschlag auf eine Synagoge auf der tunesischen Ferieninsel Djerba zu Haftstrafen von jeweils fünf Jahren verurteilt worden.

Bei dem Attentat im April 2002 waren 21 Menschen getötet worden, darunter 14 Deutsche. Eine Gruppe mit Verbindungen zur Al-Kaida hatte sich dazu bekannt.

Das Gericht sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass der in Spanien lebende Pakistaner Ahmed Rukhsar und der Spanier Enrique Cerda Ibanez mit einer terroristischen Vereinigung zusammengearbeitet haben. Sie sollen bei der Finanzierung des Anschlags mitgewirkt und Gelder an Al-Kaida-Mitglieder weitergegeben haben.

Bei dem Anschlag hatte der Täter vor Nord-Afrikas ältester Synagoge einen mit Gas gefüllten Tanklastwagen in die Luft gesprengt, als eine Gruppe deutscher Touristen das 1900 Jahre alte Gotteshaus betrat.

Unter den Opfern befanden sich auch fünf Tunesier und zwei Franzosen. Die «Islamische Armee zur Befreiung Heiliger Stätten» bekannte sich zu der Tat.

(sda)

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