75-jährig: Spaniens Erfolgstrainer Aragones ist tot
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75-jährigSpaniens Erfolgstrainer Aragones ist tot

Der spanische Fussballtrainer Luis Aragones ist mit 75 Jahren gestorben. Erst im Dezember 2013 hatte er seine Laufbahn für beendet erklärt.

Der spanische Erfolgstrainer Luis Aragones ist am Samstag im Alter von 75 Jahren einer nicht näher genannten Krankheit erlegen. Aragones hatte die spanische Nationalmannschaft 2008 in der Schweiz und Österreich zum EM-Titel geführt.

Mit dem Triumph bei der EM 2008 hatte Aragones der spanischen Auswahl erstmals seit 44 Jahren zu einem bedeutenden internationalen Titel verholfen. Der Erfolg markierte zugleich den Beginn einer neuen Ära im spanischen Fussball. Das von ihm aufgebaute Team bildete den Grundstein für die Elf, die unter dem Nachfolger Vicente del Bosque den Weltfussball dominierte und 2010 die Welt- sowie 2012 erneut die Europameisterschaft gewann.

«Luis war eine Schlüsselfigur in der Geschichte des spanischen Sports», würdigte Del Bosque seinen Vorgänger. «Er war es, der den Weg zur Erfolgs-Ära der Nationalelf eingeschlagen hatte.» Der Vertrag von Aragones war nach dem EM-Gewinn 2008 nicht verlängert worden. Später räumte der Trainer ein, dass er gerne im Amt geblieben wäre, wenn der spanische Verband ihn darum gebeten hätte.

«Der weise Mann aus Hortalez»

Der aus dem Madrider Stadtteil Hortaleza stammende Trainer hatte zuvor acht Vereinsmannschaften trainiert, darunter Atletico Madrid, den FC Barcelona, FC Valencia und FC Sevilla und in rund 700 Erstligaspielen auf der Bank gesessen. Aufgrund seiner reichen Erfahrung wurde er «El Sabio de Hortaleza» (Der weise Mann aus Hortaleza) genannt.

Als Vereinstrainer wurde er einmal spanischer Meister und gewann viermal den Cup. Seinen letzten Posten hatte er 2008/2009 beim türkischen Erstligisten Fenerbahçe Istanbul, wurde dort aber vorzeitig entlassen. Im Dezember 2013 erklärte er seine Trainer-Laufbahn für beendet, nahm die Ankündigung aber wenig später zurück und sagte, ein attraktives Angebot würde er nicht ablehnen. Als Aktiver kam Aragones auf drei Meistertitel sowie zwei Pokalerfolge, er spielte elfmal für die Nationalelf. (si)

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