Jung und wild: Spaniens Heisssporne lauern gespannt
Aktualisiert

Jung und wildSpaniens Heisssporne lauern gespannt

Juan Mata und Adrián López sind für Spaniens U21-Nati, was Andres Iniesta und Xavi bei den Grossen sind: Das Herz der Equipe. Die beiden jagen den Torrekord.

von
Eva Tedesco
Aarhus
Juan Mata (Nr. 10) und Adrian Lopez (Nr.7) zählen zu den Leadern in der spanischen U21. (Keystone/AP)

Juan Mata (Nr. 10) und Adrian Lopez (Nr.7) zählen zu den Leadern in der spanischen U21. (Keystone/AP)

Nach einem Jahr und 9 Tagen kann erneut ein Schweizer Team einem spanischen Favoriten eine schmerzhafte Niederlage zufügen.

Am 16. Juni 2010 bescherte Gelson Fernandes der Schweizer A-Nati mit seinem Tor zum 1:0 den ersten Sieg in der Verbandsgeschichte gegen Spanien. Für den Europameister, der an diesem aus Schweizer Sicht historischen Abend in Durban klar überlegen war, war es erst die zweite Niederlage in knapp vier Jahren. Die Spanier scheiterten zwar an Ottmar Hitzfelds Wand, wurden am Ende aber doch Weltmeister.

Keine guten Erinnerungen hat jedoch die Schweizer U21 an ihre letzte Begegnung mit den Iberern. Sommer, Lustenberger & Co. scheiterten gegen Spanien im Oktober 2008 in der Barrage zur EM-Qualifikation (2:1 im Hinspiel zu Hause, 1:3 im Rückspiel). Das knappe Aus für die EM 2009 in Schweden musste die Schweizer Equipe aber gegen ein mit Stars gespicktes Team hinnehmen: Piqué, Torres, Busquets und Jurado sind nur einige der prominenten Namen. Aber auch Bojan (Barcelona) und Juan Manuel Mata (Valencia) waren damals schon mit von der Partie. Seine starken Auftritte in Dänemark, zusammen mit seinem Sturmpartner und Turnier-Top-Torjäger Adrián (5 Tore) haben die Spanier auf Kurs zum dritten EM-Titel nach 1986 und 1998 gehalten.

Demütiger Weltmeister

«Das Team ist im Laufe der Qualifikation immer stärker geworden», sagt Mata. Auch durch die Siege in wichtigen Spielen, die man während dieser Zeit ausgetragen hat. «Unser primäres Ziel war die Qualifikation für Olympia im nächsten Sommer. Nachdem wir das nun erreicht haben, wollen wir natürlich auch den Titel.» Aus dem Valencia-Stürmer spricht das Selbstverständnis eines Weltmeisters. Denn Mata war von Naticoach Vicente Del Bosque ins WM-Kader der spanischen Nationalmannschaft für Südafrika berufen worden. Allerdings kam Mata nur in der Vorrunde gegen Honduras zu einem Kurzeinsatz. «Sein Einfluss, seine Erfahrung und sein Ehrgeiz, aber auch die Demut, mit der er in die U21 zurückgekehrt ist, hat der Mannschaft gut getan», sagte Trainer Luis Milla vor dem Turnier in der spanischen Zeitung «AS» über den Routinier.

Mata tut vor allem auch seinem Sturmpartner Adrián gut. Der Mittelstürmer von Deportivo La Coruña glänzt als fünffacher Torschütze (346 Spielminuten). Der zweitbeste Torjäger an der U20-WM in Kanada 2007 führt das Ranking um den Goldenen Schuh vor dem Schweizer Admir Mehmedi (3 Tore/295 Minuten) und seinem Teamkollegen Juan Mata (2 Tore/2 Assists/389 Minuten) an. Zwei Tore fehlen dem Spanier auf den Rekord von Marcus Berg. Der Schwede erzielte an seiner Heim-EM 2009 sieben Treffer. Die Schweizer Defensive hinterliess bisher aber einen hervorragenden Eindruck und hat als einziges Team an der U21-EM noch keinen Gegentreffer hinnehmen müssen. Bisher sind alle Gegner an Tamis Wand gescheitert. Das soll auch am Samstag so bleiben.

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