Gerichtsprozess: Madrider Kannibale tötete seine Mutter und ass Teile ihrer Leiche
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MadridSpanier tötete seine Mutter und ass Teile ihrer Leiche

Der Mann erwürgte seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung. Danach ass er Leichenteile. Er hatte sich ihr gegenüber bereits zuvor öfters gewalttätig gezeigt. An die Tat kann er sich nicht erinnern.

von
Patrick McEvily
Die Spanische Bundespolizei hatte im Februar 2019 einen 26-jährigen Mann verhaftet, der seine Mutter getötet und Leichenteile verspeist haben soll (Symbolbild). Nun steht der Mann vor Gericht.

Die Spanische Bundespolizei hatte im Februar 2019 einen 26-jährigen Mann verhaftet, der seine Mutter getötet und Leichenteile verspeist haben soll (Symbolbild). Nun steht der Mann vor Gericht.

REUTERS

Darum gehts

  • In Spanien ist ein Mann angeklagt, weil er seine Mutter getötet und Leichenteile verzehrt haben soll.

  • Auch seinen Hund hat er mit den Überresten der toten Mutter gefüttert.

  • Seit Montag steht der mutmassliche Kannibale vor Gericht.

Ein Spanier hat seine 66-jährige Mutter gemäss einem Strafgericht in Madrid zuerst erwürgt und anschliessend Teile der Leiche selbst verzehrt oder an seinen Hund verfüttert. Wie der «Spiegel» berichtet, hatte der Mann mit seiner Mutter zusammen in einer Wohnung gelebt.

Die Polizei fand kochende Leichenteile in der Wohnung

Als ein Nachbar die Frau im Februar 2019 als vermisst meldete, suchten die Beamten die Wohnung im Osten der Stadt Madrid auf. Vor Ort trafen sie auf den jungen Mann. Ob die Mutter bei ihm sei, fragten sie diesen, worauf er mit Ja antwortete. In der Wohnung erwartete die Polizistinnen und Polizisten ein grausiger Fund: Einzelne Körperteile waren am köcheln, der Rest befand sich in Containern.

Laut der Anklageschrift soll der Mann über einen Zeitraum von zwei Wochen nach der Tat Leichenteile verzehrt haben – zum Teil auch roh. Den Rest hat er entweder seinem Hund verfüttert oder in den Müll geworfen.

Staatsanwaltschaft fordert 15 Jahre Haft

Nun muss sich der Mann vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert ein Strafmass von 15 Jahren. Der Mann hat die Tat gestanden. Wie er die Leiche seziert hat, konnte er aber nicht mehr sagen. Das Gericht geht davon aus, dass es vor der Tat zu einem Streit zwischen Mutter und Sohn gekommen war.

Der Angeklagte war zur Tatzeit 26 Jahre alt. Er war schon früher wegen Gewalt an seiner Mutter aufgefallen und zur Tatzeit bestand eine Verfügung gegen ihn. Die Behörden stellten beim Mann eine Persönlichkeitsstörung fest, ausserdem habe er vor der Tatzeit regelmässig harte Drogen konsumiert.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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