In der Schweiz geboren: Spanier wird nach 55 Jahren ausgeschafft
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In der Schweiz geborenSpanier wird nach 55 Jahren ausgeschafft

Ein Spanier, der in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist, wurde immer wieder straffällig. Nun muss er deshalb das Land verlassen.

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duf
Das Sündenregister des Spaniers ist ellenlang. (Symbolbild)

Das Sündenregister des Spaniers ist ellenlang. (Symbolbild)

Keystone/Martin Ruetschi

Seit seiner Geburt 1962 lebt der Spanier in der Schweiz, ging hier zur Schule und war berufstätig. Weil er aber wegen verschiedener Delikte verurteilt wurde, soll er nun ausgeschafft werden, wie die «Freiburger Nachrichten» berichten.

Bereits als 17-Jähriger stand der Mann wegen leichter Körperverletzung vor Gericht. Danach kamen weitere Verstösse wie Diebstahl, Drogendelikte, Sachbeschädigung, Verkehrswidrigkeiten, Gewalt gegen Beamte, Drohungen und Veruntreuung hinzu. Nachdem der Mann vorübergehend eine Invalidenrente erhalten hatte, gelang ihm erneut der Berufseinstieg. Seit 2012 bezieht er aber erneut Geld von der IV und Sozialhilfe.

Gefahr für die Öffentlichkeit

Letztes Jahr hat ihm das Freiburger Amt für Bevölkerung und Migration die Niederlassungsbewilligung entzogen. Dagegen legte der Spanier beim Kantonsgericht Beschwerde ein. Doch dieses bestätigte den Landesverweis. Trotz 31 Verurteilungen und zehneinhalbjähriger Haftstrafe sei er immer wieder rückfällig geworden. Auch mehrmalige Warnungen, eine Ausschaffung sei möglich, hätten ihn nicht abgeschreckt. Deshalb stelle er eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar.

Das Gericht anerkannte, dass der Mann immer in der Schweiz und nie in Spanien gelebt hat. Er sei aber in der Schweiz beruflich nicht integriert und habe auch das Besuchsrecht seines 17-jährigen Sohnes verloren. Seine aufgeführten Krankheiten könnten zudem auch in Spanien behandelt werden. Deshalb sei der Landesverweis rechtsgültig. Der Spanier zieht nun mit seiner Beschwerde vor Bundesgericht.

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