Mordfall: Spanier zerstückelt Leiche im Fleischwolf
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MordfallSpanier zerstückelt Leiche im Fleischwolf

Eine Frau verschwindet in Spanien. Die Spur führt die Ermittler zum Vermieter der Frau – und dann zu einem Küchenutensil.

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In Spanien findet die Polizei DNA-Spuren einer Frau im Fleischwolf ihres Vermieters. (Symbolbild: Colourbox.de)

In Spanien findet die Polizei DNA-Spuren einer Frau im Fleischwolf ihres Vermieters. (Symbolbild: Colourbox.de)

Der Bruder der 55-jährigen Adriana Gioiosa meldete diese in der Gemeinde Majadahonda, 16 Kilometer nordwestlich von Madrid, als vermisst. Er habe von Adriana seit Ostern nichts mehr gehört, sagte er laut «El Mundo» der Polizei. Die 55-Jährige bewohnte ein gemietetes Zimmer im Haus des 32-jährigen Bruno Hernandez.

Alle Spuren führen zum Vermieter

Eine erste Durchsuchung des Hauses blieb zunächst erfolglos. Doch den Beamten war aufgefallen, dass Computer und Handy der Frau in der Wohnung des Vermieters lagen. Den Verdacht der Ermittler erregte Hernandez auch dadurch, dass er nach dem Verschwinden der Frau «grosse Mengen Reinigungsprodukte und Gummihandschuhe» gekauft hatte. Zudem berichteten Nachbarn, dass Hernandez im Morgengrauen «riesige Abfallsäcke» entsorgt habe.

Bei einer erneuten Durchsuchung fanden die Forensiker Genmaterial der Vermissten an den Wänden ihres Zimmers, an den Kacheln des Badezimmers und in den Ablaufrohren. Und schliesslich fanden die Ermittler Blutspuren auch in der Garage des Hauses – in einem dort aufbewahrten Fleischwolf.

Die Polizei vermutet nun, dass Vermieter Hernandez die Frau umgebracht hat. Ihre sterblichen Überreste wollte er zur Entsorgung wohl durch den Fleischwolf drehen. Als dies nicht klappte, entsorgte er die zerstückelte Leiche in Müllsäcken.

Wo ist die Tante?

Die Ermittler gehen davon aus, dass Gioiosa und Hernandez in Streit geraten waren. Der Mann leide an Schizophrenie, aber nehme seine Medikation nicht regelmässig ein. Er könnte deshalb einen psychotischen Ausbruch gehabt haben.

Der Mordfall aber erhärtet einen weiteren schweren Verdacht: Dass Vermieter Hernandez vor fünf Jahren auch seine Tante ermordet hat. Die 73-jährige Lidia Hernandez, die ursprüngliche Besitzerin des Hauses, soll laut Angaben des Neffen im Jahr 2011 in ein Seniorenheim gezogen sein. Aber:

Die alte Dame sei in keinem Heim des Landes registriert, schreibt die Zeitung «ABC». Dazu kommt, dass es auf ihrem Bankkonto seit vier Jahren keine Bewegungen mehr gegeben hat.

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