Federer-Bezwinger ohne Chance: Spanischer Final: Nadal gegen Ferrer
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Federer-Bezwinger ohne ChanceSpanischer Final: Nadal gegen Ferrer

Zunächst fegte der Weltranglisten-Sechste David Ferrer den Federer-Bezwinger Jürgen Melzer am mit 6:3, 6:2 vom Platz. Anschliessend bezwang Rafael Nadal den Schotten Andy Murray mit 6:4, 2:6, 6:1.

Jürgen Melzer: Federer besiegt, Ferrer kaum gefordert.

Jürgen Melzer: Federer besiegt, Ferrer kaum gefordert.

Sollte Branchenprimus Nadal auch das Endspiel des ATP-Masters-1000-Turniers gegen Ferrer für sich entscheiden, könnte er eine Bestmarke aufstellen und das Sandplatz-Mastersturnier an der Mittelmeerküste zum siebten Mal in Serie gewinnen. Murray war in den ersten zwei Sätzen ein ebenbürtiger Gegner, ehe er physisch einbrach. Der Schotte führte im ersten Durchgang 4:1, ehe er sich im 10. Spiel ein fatales Break leistete, das Nadal Aufschwung gab. Letztlich zollte Murray seinem Angriffsspiel Tribut, was Nadal ermöglichte, die umstrittene Partie nach knapp drei Stunden zu seinen Gunsten zu beenden. Im Final bietet sich dem Mallorquiner die Gelegenheit, sich für die Viertelfinal-Niederlage gegen Ferrer am Australian-Open zu revanchieren.

Endstation für Jürgen Melzer

Für den Niederösterreicher Jürgen Melzer war im Halbfinal Endstation. Der Bezwinger von Roger Federer im Viertelfinal unterlag David Ferrer nach 78 Minuten klar 3:6,2:6. Der im Fürstentum als Nummer sieben gesetzte Melzer startete stark. Nach einer 3:1-Führung übernahm aber der in diesem Jahr auf Sandplatz weiter ungeschlagene Ferrer klar das Kommando. Dennoch wird sich Melzer aufgrund der Erfolge beim 2,5-Millionen-Euro-Event auf Platz acht der Weltrangliste verbessern. Eine solche Spitzenposition erreichte der 29-Jährige noch nie zuvor in seiner Karriere.

Gegen den mit kraftvollen Winnern operierenden Ferrer stand Melzer bei strahlendem Sonnenschein auf dem Court Central des Monte Carlo Country Clubs auf verlorenem Posten. Ferrer hat in den vier bisherigen Partien in Monte Carlo nur 17 Games abgegeben und noch keinen Satz verloren. Dabei war Melzer im ersten Durchgang zunächst ganz klar am Drücker. Im ersten Game vergab er noch drei Breakchancen, die Möglichkeiten zum 3:1 liess er sich dann aber nicht nehmen. Bis Game sechs bestach Melzer mit ausgezeichneter Schlaglänge, wie aus dem Nichts kassierte er jedoch dann das Rebreak zum 3:3. In der Folge machte Ferrer kurzen Prozess, nahm dem immer fehleranfälliger werdenden Widersacher den Aufschlag zum 5:3 ab und servierte zum 6:3 aus. Zu Beginn des zweiten Durchgangs zeigte Melzer wieder stärkere Gegenwehr, liess aber eine Breakchance zum 2:0 aus. Ferrer präsentierte sich weitaus kaltschnäuziger, breakte Melzer zu null zum 3:2 sowie danach zum 5:2. Damit war endgültig die Entscheidung gefallen. Ferrer, der 2011 bereits die Titel in Auckland und Acapulco gewonnen hat, erreichte in Monte Carlo erstmals den Final. (si)

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