Alkohol gegen Sex: Spanischer Gefängnisdirektor gefeuert
Aktualisiert

Alkohol gegen SexSpanischer Gefängnisdirektor gefeuert

Ein handfester Skandal schockiert die Spanische Öffentlichkeit. Ein Gefängniswerter soll Frauen Alkohol und Handys gegen sexuelle Dienstleistungen angeboten haben.

Weil sie mehrere Insassinnen zum Sex genötigt haben sollen, sind der Direktor und zwei weitere leitende Mitarbeiter der Haftanstalt Alcalá-Meco nahe Madrid abgesetzt worden. Ihnen werde «inakzeptables Verhalten» vorgeworfen, teilte das Innenministerium am Freitag mit.

Im Tausch gegen Sex sei den Frauen etwa erlaubt worden, Alkohol zu trinken oder ein Handy zu besitzen, hiess es in Medienberichten. Insgesamt werde gegen zehn Vollzugsbeamte ermittelt. In Alcalá-Meco östlich von Madrid sitzen rund 600 Frauen ein.

Bis zum Jahr 2007 gab es in Spaniens Frauengefängnissen nur weibliche Vollzugsbeamte. Eine Gesetzesänderung liess damals jedoch auch männliche Bewacher zu. Die Vorkommnisse in Alcalá-Meco seien der Beweis dafür, dass die Reform ein Fehler war, kritisierte die Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes Csi-Csif.

(sda)

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