Aktualisiert 19.10.2006 20:18

Spanischer König erlegte betrunkenen Bären

Ein überaus erfolgreicher Jagdbesuch des spanischen Königs Juan Carlos in Russland hat ein juristisches Nachspiel: Ein Untersuchungsausschuss klärt, ob dem Jagdglück des Regenten auf grausame Weise nachgeholfen wurde.

Das teilte ein Behördensprecher in der nordwestrussischen Region Wologda am Donnerstag mit. Nach Medienberichten soll der unglückselige Bär namens Mitrofan von den Organisatoren der Jagd mit wodkatriefendem Honig aus seinem Käfig gelockt und dem König vor die Flinte getrieben worden sein.

«Seine Majestät hat Mitrofan mit einem einzigen Schuss erledigt», konstatierte ein Beamter der Jagdschutzbehörde gegenüber der Zeitung «Kommersant».

In Russland haben ungewöhnliche Jagdpraktiken dieser Art durchaus Tradition. Um dem früheren Sowjet-Herrscher Leonid Breschnew das gewünschte Jagdglück zu bescheren, flösste man den Tieren Alkohol ein. Wenn auch dies nichts nützte, wurden die Tiere an Baumstämme angebunden. (sda)

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