Aktualisiert 21.04.2020 09:02

Seat Leon

Spanischer Sex-Appeal, aber mit Substanz

Die vierte Generation des Seat Leon zeigt sich so selbstbewusst wie noch selten. Mit gutem Grund.

von
tg
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Seat hat die neue Generation des Leon vorgestellt.

Seat hat die neue Generation des Leon vorgestellt.

Die vierte Generation des Seat Leon hat endlich auch ein sexy Cockpit.

Die vierte Generation des Seat Leon hat endlich auch ein sexy Cockpit.

Bei den Antrieben gibts reichlich Auswahl: Benziner (90 bis 190 PS), Diesel (115 oder 150 PS, die stärkere Variante im Kombi auch mit Allrad), eine Erdgasvariante mit 130 PS, Mildhybride mit 110 oder 150 PS und ein Plug-in-Hybrid mit 204 PS und einer elektrischen Reichweite von 60 Kilometern  – da sollte für jeden etwas dabei sein.

Bei den Antrieben gibts reichlich Auswahl: Benziner (90 bis 190 PS), Diesel (115 oder 150 PS, die stärkere Variante im Kombi auch mit Allrad), eine Erdgasvariante mit 130 PS, Mildhybride mit 110 oder 150 PS und ein Plug-in-Hybrid mit 204 PS und einer elektrischen Reichweite von 60 Kilometern – da sollte für jeden etwas dabei sein.

Bislang war Golf zwar ein vornehmer und hoch angesehener Sport, aber so richtig viel Sex-Appeal haben die Spieler nicht ausgestrahlt. Doch wenn Ende Monat zu Bruttopreisen ab 24'950 Franken (Leon Sportstourer ab 29'400 Franken mit 130 PS) die vierte Generation des Seat Leon auf den Golfplatz stürmt, dann sieht die Sache ein wenig anders aus.

Denn mit viel Lust und Leidenschaft beweisen die Spanier einmal mehr, dass man aus dem Modularen Querbaukasten nicht nur einen Alltagswagen wie den Wolfsburger Bestseller konstruieren kann, sondern auch einen feurigen Verführer, der uns nördlich der Alpen den Kopf verdreht wie ein Tango-Pärchen beim nächtlichen Tanz auf den Ramblas.

Neue Antriebsvielfalt

Aber so fesch der Leon mit seinem aufreizenden Gesicht, den muskulösen Flanken und der knackigen Kehrseite gezeichnet ist und so feurig er schon mit dem 150-PS-Benziner fährt, so lustvoll er mit direkter Lenkung um die Kurve dreht und so schnell er (dem adaptiven Fahrwerk im Sportmodus sei Dank) das Blut bei einer Ausfahrt auf einer Rennstrecke zum Kochen bringt – er hat nicht nur Sex-Appeal, sondern auch Substanz.

Deshalb gibt es zum leidenschaftlichen Design viel schlaue Technik: Das beginnt bei den Antrieben, die vorerst mit Drei- und Vierzylindern ein Spektrum von 110 bis 150 PS abdecken und mit Benzinern und Dieseln, Mild- und Plug-in-Hybriden mit bis zu 60 Kilometern elektrischer Reichweite sowie einer Erdgas-Umrüstung mehr Vielfalt bieten als die meisten Konkurrenten.

Das führt aber auch über die Assistenten bis hin zum nahezu autonomen Autobahnfahren, und das endet beim Ambiente, das ähnlich wie beim Golf einen grossen Schritt hin zur Digitalisierung macht. Denn auch der Leon bekommt ein komplett neues und entsprechend aufgeräumtes Cockpit mit virtuellen Instrumenten, einem grossen Touchscreen und den Sensorfeldern drum herum, die so viele Taster ersetzen. Und natürlich ist auch der Leon «always on», verbindet sich nahtlos mit dem Smartphone, navigiert online und lässt sich mit allerlei Apps anreichern.

Mehr Platz

Zudem bietet er mehr Platz als bisher: Um 9 Zentimeter auf 4,37 Meter gewachsen und im Radstand um 5 Zentimeter gestreckt, reicht der Platz auf der Rückbank nun deutlich über das Vorschulalter hinaus. Und wem das nicht genügt, der bekommt den Leon gegen Aufpreis auch wieder als Kombi mit einem nochmals gewachsenen Kofferraum. Denn während es für den Fünftürer bei einem Fassungsvermögen von 380 Litern bleibt, legt das Ladevolumen des ST-Modells schon bei aufrechter Rückbank um 30 Liter zu und misst nun 620 Liter.

Zwar wissen die Spanier um ihre Verführungskünste. Doch sie kennen auch die Eigenheit ihrer wichtigsten Exportkunden im nördlichen Europa. Und weil man diese nicht allein mit dem Herzen ködern kann, haben sie den neuen Leon nicht nur scharf gezeichnet, sondern auch spitz gerechnet: Bei identischer Motorisierung ist der Leon deshalb immer etwas günstiger als ein VW Golf.

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