10.07.2020 19:13

3 mit Sex

«Lea wollte uns beim Vierer zusehen»

Eigentlich wollte Bruce nur zusammen mit Ella, ein paar Freunden und ein paar Gläsern ins Wochenende starten – aber dann kam alles anders.

von
Bruce
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Bruce, Ella, Nala-Nina und Peter hatten Spass zu viert. Alles wäre perfekt gewesen, wäre da nicht Lea gewesen, die die vier beobachtete.

Bruce, Ella, Nala-Nina und Peter hatten Spass zu viert. Alles wäre perfekt gewesen, wäre da nicht Lea gewesen, die die vier beobachtete.

Anna Deér
Lars
Lars

Er ist ein schwuler Designer aus dem Aargau. WG-Mami und wilder Single, der gut mit Hammer und Nägeln kann. Insgeheim hat Lars aber genug davon, in und ausserhalb des Betts immer den aktiven Part zu übernehmen.

Anna Deér
Ella
Ella

Sie ist single mit wechselnden Liebschaften. Verliebt sich wahllos. Sucht Mr. Right und vertreibt sich die Zeit mit amourösen Fettnäpfchen und seltsamen Begegnungen zwischen feuchten Laken.

Anna Deér

Darum gehts

  • Bruce und Ella waren mit ein paar Kollegen in einer Freiluft-Bar.
  • Schnell verlagerte die Gruppe die Party auf den WG-Balkon.
  • Am Ende des Abend blieb Bruce mit Ella und drei ihm völlig Unbekannten in der WG zurück. Mit dabei: Ellas ehemalige Arbeitskollegin Lea.
  • Während es zwischen Bruce, Ella, Peter und Nala-Nina schnell heiss herging, sass Lea nur unbeirrt daneben.
  • Als Bruce dann auch noch ein Handy in Leas Hand entdeckte, riss der Geduldsfaden: «Hör zu Lea. Entweder du machst jetzt mit oder du gehst!»
  • Lea entschied sich, die Party solo zu verlassen, und die vier konnten endlich die gemeinsame Zeit geniessen.

Es war heiss. Sehr sogar. Ella und ich begannen unser Wochenende in einer der wiedereröffneten Freiluft-Bars, und wir fühlten uns in wie in einem unschweizerisch lauten, ausgelassenen Tropenparadies. Es floss entsprechend viel Bier und unser Tisch füllte sich mit Freunden und Halbbekanntschaften. Weil die Schweiz aber auch bei 32 Grad doch die Schweiz bleibt und die Nachbarn Ruhe wollen, wenn sie in ihren Laken schwitzend nicht einschlafen können, war um halb eins fertig Fest.

Ella und ich waren gerade erst in Fahrt gekommen, und so beschlossen wir kurzerhand, die Party auf den Balkon der WG zu verlagern. Weit hatten wir es nicht und der Kühlschrank war voll. In unserem Schlepptau ein fünfköpfiges Party-Rudel, darunter Lea, eine ehemalige Arbeitskollegin von Ella.

«Ella und ich blickten uns irritiert an, bevor auch wir uns küssten»

Auf dem viel zu kleinen Balkon schraubten wir die Musik hoch (so einen melodischen Deep House aus Lateinamerika), mischten Vodka Mate und prosteten uns rührselige Weisheiten zu. «Ich kenne ein geiles Trinkspiel», verkündete ich, schon viel zu blau. Alle machten mit, ausser diese Lea, die ich nicht kannte, aber gemäss Ella «supertough» sei. Lea rauchte mehr als Charlie Sheen in seinen besten Zeiten, nippte aber nur an einem Glas Weisswein. Das Trinkspiel tat seine Wirkung. Zwei unserer Freunde verabschiedeten sich torkelnd.

Ich blieb mit Ella und drei mir völlig Unbekannten auf dem Balkon zurück. Neben Lea waren da noch Nala (oder hiess sie Nina?) und Peter (ja, Peter!). Und die beiden hatten es in sich: Nala-Nina spielte offensiv mit ihren weiblichen Reizen und Peter war ausgesprochen clingy. Lea rauchte. Wie erwähnt war es sehr heiss und so war es naheliegend, dass Peter und Nina-Nala anfingen, sich auszuziehen. «Du hast so schöne Augen», flirtete Nala-Nina irgendwas mit rauchiger Stimme und küsste Ella. Danach küsste sie mich. Auch Peter küsste Ella und dann mich. Ella und ich blickten uns einen Moment irritiert an, bevor auch wir uns küssten. Lea rauchte.

«Lea hatte plötzlich ein Handy in der Hand»

Nala-Nina-Lalala begann Ella auszuziehen, streichelte ihre Brüste und steckte ihr die Finger zwischen die Beine. Ella stöhnte. Als Nala-Nina mit ihrem Gesicht zwischen ihre Beine glitt, bemerkte ich Ellas überfordertes Gesicht. Und im Augenwinkel sah ich Lea, die irgendwie starrend, irgendwie teilnahmslos zu uns rüberblickte. Bevor ich mir weitere Gedanken machen konnte, hatte ich wieder eine Zunge im Rachen.

Langsam wurde es hell. Leise verständigten wir uns darauf, reinzugehen. Zu viert liessen wir uns auf mein Bett fallen und wanden uns zu einem Knäuel schwitzender Körper. Lea sass auf einem Stuhl neben dem Bett und blickte uns weiterhin interessiert zu. «Willst du nicht mitmachen?», fragte ich. Lea schüttelte den Kopf. «Darf ich hier rauchen?» Ich verneinte, auch wenn ich selbst das Bedürfnis verspürte, mir eine Zigarette anzuzünden.

«Willst du jetzt einfach zuschauen?», fragte ich sie. «Es ist interessant.» Lea lehnte sich lässig in einem Stuhl zurück und schaute erwartungsvoll. Erst jetzt sah ich das Handy in ihrer Hand. Hatte sie etwa Fotos von uns geschossen? Ich spürte Nala-Nina-Peters Hand meinen Penis streicheln. Aber solange Lea dasass und spannerte, konnte ich die Berührungen nicht geniessen.

«Keiner von uns war gekommen – schön wars trotzdem»

Die Vorstellung, dass diese weirde Lea uns bei dieser eh schon weirden Aktion beobachten wollte, irritierte mich. «Hör zu, Lea,» sagte ich und stand vom Bett auf. «Entweder du machst jetzt mit oder du gehst!» Lea stand auf. «Schade», sagte sie und stand auf. Ich verabschiedete sie mit einer Umarmung.

Die Sonne brannte bereits ziemlich stark vom Himmel, als Nina oder so und Peter gingen. Keiner von uns war gekommen. Schön wars trotzdem. Und seltsam. Und vor allem überraschend.

Zwei Tage später schrieb mir Lea eine SMS und fragte nach einem Date. Ich sagte ab. Beim Sex beobachtet zu werden, ist nichts für mich. Und Voyeurinnen auch nicht.

Sex-WG

3 mit Sex

Ella, Lars und Bruce heissen in Wirklichkeit gar nicht so, und auch einige Angaben sind geändert. Wahr ist aber, dass sie leidenschaftlich gern durch die Keller und Clubs der besten Stadt dieses Landes tanzen. Die drei Singles lieben Techno, Rührei und die stabilen Betten ihrer WG. Und sie wissen: Falls sie sich je zu dritt darin vergnügen, ist das das Ende von allem – oder der Beginn von etwas noch Grösserem. 20 Minuten erzählen sie exklusiv von ihren Abenteuern.

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