Aktualisiert 14.09.2016 09:25

Graubünden

Spanner filmt heimlich Frauenfüsse für Pornoseite

Über Monate hat ein Mann in Graubünden Frauen mit seinem Handy gefilmt. Seine Aufnahmen sind auf einer Porno-Website wiederzufinden.

von
vro
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In der Region Chur filmt ein Spanner seit Monaten heimlich Frauenfüsse. Die Videos publiziert er anschliessend auf einer Porno-Website.

In der Region Chur filmt ein Spanner seit Monaten heimlich Frauenfüsse. Die Videos publiziert er anschliessend auf einer Porno-Website.

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Obwohl er sich meist auf die Füsse konzentriert, sind hin und wieder auch die Gesichter seiner Opfer zu sehen.

Obwohl er sich meist auf die Füsse konzentriert, sind hin und wieder auch die Gesichter seiner Opfer zu sehen.

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Er filmt sie auch in diversen Läden wie etwa hier im Coop, ...

Er filmt sie auch in diversen Läden wie etwa hier im Coop, ...

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«Hidden Handycam RHB to Arosa» – so betitelt ein Mann eines seiner meistgeklickten Videos auf einer Porno-Site. Es zeigt, wie er neben einer jungen Frau sitzt, die offenbar auf den Zug wartet. Dann folgt er ihr und setzt sich ins Abteil neben ihr. Fünf Minuten lang filmt er die Frau, die nichts davon mitzubekommen scheint.

Unter seinem Pseudonym finden sich Dutzende Aufnahmen von Frauen, die in Bündner Läden, am Bahnhof oder im Zug gemacht wurden. Der Filmer konzentriert sich überwiegend auf die Füsse der Frauen, doch auch ihre Gesichter sind manchmal zu sehen.

Polizei verfolgt den Fall

Teilweise wurden seine Videos mehrere tausend Mal angeklickt. Der Mann stammt laut den Angaben in seinem Profil aus Chur und bezeichnet sich als «naturverbundener Altgeilist, FKK- und Outdoor-Fan».

Von den Dutzenden Videos hat auch die Kantonspolizei Graubünden Kenntnis, wie sie der «Südostschweiz» bestätigt. Es liege derzeit jedoch kein Straftatbestand vor. Trotzdem werde der Fall weiterverfolgt.

Noch keine Anzeige

Einzige Möglichkeit für die unfreiwillig auf der Porno-Site zur Schau gestellten Frauen ist der zivilrechtliche Weg, wie Kapo-Sprecher Roman Rüegg der Zeitung sagt. Wird eine Frau in einem Video erkannt oder sieht sie sich in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt, kann sie wegen eines möglichen Verstosses gegen das Datenschutzgesetz gegen den Mann vorgehen. Allerdings müsste sie ihn in flagranti erwischen oder den filmenden Mann kennen, so Rüegg. Bisher liege keine Anzeige vor.

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