Keine Gnade: Spar erteilt Jugendlichen Hausverbot
Aktualisiert

Keine GnadeSpar erteilt Jugendlichen Hausverbot

Die Spar-Filiale in Buttikon hat genug: Weil Schüler immer wieder klauen und pöbeln, hat sie kurzerhand ein generelles Hausverbot verhängt.

von
Clarissa Rohrbach und Markus Fehlmann

Ab sofort ist der Spar-Markt in Buttikon für alle Schüler der nahegelegenen Mittelpunktschule (MPS) Sperrzone. «Täglich klauten Schüler bei uns, rissen Waren aus den Regalen und belästigten andere Kunden», ärgert sich die Filialleiterin. Wenn die Spar-Mitarbeiter die Schüler zurechtwiesen, reagierten diese mit frechen und aggressiven Sprüchen. Vor allem Mädchen hätten sich schlecht benommen. «Wir hatten die ganze Situation satt und wollten dies nicht mehr länger einfach schlucken», so die Filialleiterin. Am Montag wurde ein generelles Hausverbot für alle MPS-Schüler verhängt.

Die betroffenen Jugendlichen gaben sich gestern gegenüber 20 Minuten lammfromm. «Das Verbot ist total dumm, wir haben gar nichts gemacht», sagt etwa die 14-jährige Janine. Dennoch wollen sie den Spar künftig meiden: «Jetzt weichen wir halt in den Denner aus.» Dort verfolgt man die Situation gespannt. «Bisher hatten wir keine Probleme, sind aber gewappnet», sagt Denner-Filialleiter Marco Fatzer. Welche Massnahmen ergriffen würden, will er jedoch noch nicht verraten.

Die Schule wurde am letzten Freitag von der Spar-Inhaberin über das Problem informiert. «Uns sind die Hände gebunden, wenn sich Vorkommnisse wie Diebstahl oder Pöbeleien nicht auf dem Schulhaus­areal abspielen», so Rektor Pirmin Bruhin gegenüber dem «Boten der Urschweiz».

Deine Meinung