Weihnachtsessen: Sparen ist dieses Jahr verpönt
Aktualisiert

WeihnachtsessenSparen ist dieses Jahr verpönt

Trotz der Frankenstärke wollen gebeutelte Firmen ihre Mitarbeitenden mit einem Weihnachtsessen verwöhnen. Sparen ist heuer verpönt.

von
Elisabeth Rizzi

Anders als in der ersten Finanzkrise von 2008 ist heuer Sparen beim Weihnachtsessen bei vielen Firmen tabu. Ersetzten damals viele Unternehmen das traditionelle Gelage durch billige Steh-Apéros oder strichen die Betriebsfeier gar ganz (wie Abteilungen von UBS und CS), wollen die von der Frankenstärke gebeutelten Firmen ihre Mitarbeitenden diesmal nicht darben lassen. Bei Lonza, wo die Mitarbeitenden zwei Stunden pro Woche mehr zum selben Lohn arbeiten müssen, bekennt Sprecher Dominik Werner: «Es wird auch dieses Jahr eine Feier geben.» Will heissen einen Apéro mit Buffet mit dem gleichen Budget wie in den letzten Jahren. Zusätzlich könnten die Teams eigene Weihnachtsessen organisieren.

Auch beim Schweisstechniker Schlatter gibt es laut Sprecher Werner Schmidli «selbstverständlich» Betriebsweihnachten mit Nachtessen zu den gleichen Kosten wie in den vergangenen Jahren. Gleich kategorisch klingt es bei Schurter und bei Bucher Industries. Bei Hotelplan Schweiz steht zwar noch nicht fest, in welcher Form das Fest stattfindet, trotz des «schwierigen Jahres» will sich der Reise­veranstalter laut Sprecherin Prisca Huguenin aber bei den Mitarbeitenden mit einer Feier bedanken. Vorsichtig gibt sich nur Franke. «Der Situation entsprechend gibt es einen einfachen Abend», so Natascha Widmer, Sprecherin des Küchenbauers.

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