Aktualisiert 26.09.2009 15:11

Handy-TarifeSparsame werden am meisten gerupft

Die Schweiz bleibt eine Hochpreisinsel bei den Handy-Tarifen: Laut einer finnischen Studie werden die Schweizer Natelkunden europaweit am heftigsten zur Kasse gebeten. Am schlimmsten trifft es diejenigen, die wenig bis mittelmässig viel telefonieren.

Für die Studie verglich die für die Telekommunikation zuständige finnische Behörde ficora die Tarife der drei grössten Anbieter aus 19 Ländern Europas. Erfasst wurden dabei nur Kunden mit Abonnementen, nicht aber Prepaid-Nutzer.

Ein «sparsamer» Nutzer (150 Minuten Sprechzeit und 25 SMS) zahlt laut der Studie in der Schweiz monatlich 38,83 Euro (58,60 Franken) und wird damit mehr zur Kasse gebeten als Kunden aus Frankreich, Irland und Italien. Der europäische Durchschnitt beträgt 24,98 Euro.

Dasselbe Bild zeigt sich bei den durchschnittlichen Nutzern (300 Minuten und 100 SMS): Mit 69,76 Euro zahlen die Schweizer deutlich mehr als der Durchschnitt in Europa mit 42,10 Euro. Auf den Plätzen hinter der Schweiz liegen Italien und Frankreich.

Bei den Vieltelefonierern (1000 Minuten, 200 SMS und 50 Mbit/s) ist Italien vor Griechenland und der Schweiz das teuerste Pflaster. Die italienischen Natelsüchtigen zahlen monatlich 201,68 Euro, die griechischen 155,46 Euro und die schweizerischen 133,35 Euro.

Der Durchschnitt liegt bei 106,71 Euro. Das Bundesamt für Kommunikation hatte bereits im Juli kritisiert, dass die Handytarife in der Schweiz generell höher seien als in der EU. Im Durchschnitt betrug der Preisunterschied letztes Jahr 57 Prozent. (sda)

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