Aktualisiert 18.05.2008 18:53

Spass in der City

Ganz schön ausserirdisch hat sich der grösste europäische Aids-Charity-Event in Wien präsentiert. Mit dabei waren unter anderem auch Sharon Stone, Kim Cattrall und Linda Evangelista.

Ausserirdisch hat sich Samstagabend der «Planet Life Ball» präsentiert. Das grösste europäische Aids-Charity-Event erfand sich in diesem Jahr neu und zeigte unter dem Motto «Landing on Planet Life Ball» bisher Ungesehenes.

Zum 16. Mal lud der Life Ball ins Wiener Rathaus. Eine riesige Kinoleinwand ermöglichte es, die Eröffnung wie ein Theaterstück zu erleben. Auch die Liste der prominenten Gäste konnte sich wieder sehen lassen: Hollywood-Star Sharon Stone, «Sex And The City»-Ikone Kim Cattrall, «Blondie»-Sängerin Debbie Harry und Supermodel Linda Evangelista waren dabei.

Den Auftakt bei der Eröffnung machte ein überdimensionales, aufblasbares Ufo, das auf der Bühne landete. In Anlehnung an die Wiener Balltradition wurde auch dieses Fest mit einem Walzer eröffnet. Auf der Bühne traf die virtuelle Welt auf die Realität, Science Fiction auf menschliches Leben und herkömmliche Wien-Klischees auf surrealistische Formen der Darstellung. So wiegten sich die Tänzerinnen des Staatsopernballetts mit Aliens im Walzertakt und Ausserirdische bewegten sich zum Takt von Falcos «Vienna Calling».

Nach den Reden von Bürgermeister Michael Häupl und Keszler hatte Kim Cattrall ihren grossen Auftritt. «Heute Abend ist nicht 'Sex In The City', sondern Spass in der City, sagte sie in perfektem Deutsch. Sie übergab den «Crystal of Hope», der Projekte im Kampf gegen HIV/Aids auszeichnet. 2008 wurde er an Care Österreich für das kenianische Präventionsprojekt im Bereich Mutter-Kind-Übertragung «Yier Nigma» verliehen.

Sharon Stone wurde ihrer Rolle als Spendensammlerin der amerikanischen Aids-Hilfe-Organsation amfAR gerecht. In ihrer Rede plädierte sie für mehr Toleranz. «Es ist wichtig, was du sagst, worum du dich kümmerst, dass du zu deinen Freunden und Familie stehst», sagte die Schauspielerin. «Schau dir nur für eine Sekunde den Menschen neben dir an, vielleicht ist er ein Engel so wie du.»

Den Höhepunkt bildete die Show des britischen Labels «Agent Provocateur», für die Designer Joseph Corre verantwortlich zeichnete: Jazz-Gitti als «Puffmutter» in roter Spitze, umgeben von einer verruchten Huren-Schar. Als «Kunden» agierten Mark Keller oder Markus Rogan. Heisser wurde die Präsentation durch rotes Satin, schwarzes Latex, Nudebodies, Tigersuits, Dienstmädchen und Matrosen-Outfits.

Schelte für die allzu freizügigen Gäste setzte es von Organisator Gery Keszler. «Wie es Chris Lohner gesagt hat: Ein Penis ist noch kein Kostüm», meinte der Ballvater. Keszler wünschte sich, dass die Partyvögel künftig vermehrt auf fantasievolle Roben als auf pure Provokation zurückgreifen.

Quele: APA

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