Erste Busse im Kanton Zürich: Spazieren statt Quarantäne kostet Mann 2750 Franken
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Erste Busse im Kanton ZürichSpazieren statt Quarantäne kostet Mann 2750 Franken

Nach der Rückkehr aus Serbien hielt sich ein Mann nicht an die Quarantäne-Regeln. Nun hat er einen Strafbefehl erhalten.

von
Thomas Mathis
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Wer aus bestimmten Ländern zurückkommt, muss in Quarantäne – dazu gehört auch Serbien.

Wer aus bestimmten Ländern zurückkommt, muss in Quarantäne – dazu gehört auch Serbien.

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Die Zürcher Kantonspolizei hat einen 44-jährigen Mann verzeigt, den sie bei einer Kontrolle nicht zu Hause angetroffen hatten.

Die Zürcher Kantonspolizei hat einen 44-jährigen Mann verzeigt, den sie bei einer Kontrolle nicht zu Hause angetroffen hatten.

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Er muss nun eine Busse von 2000 Franken bezahlen.

Er muss nun eine Busse von 2000 Franken bezahlen.

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Darum gehts

  • Ein 44-Jähriger hielt sich nach einem Aufenthalt in Serbien nicht an die Quarantäne-Regeln.
  • Das kostet ihn nun 2750 Franken.
  • Zwei weitere Quarantänebrecher haben ihre Strafbefehle angefochten.

Wer sich nicht an die Quarantäne hält, wird gebüsst. Dass es die Zürcher Behörden ernst meinen, zeigt ein Fall des Statthalteramts Dielsdorf. Ein 44-jähriger Mann reiste im Sommer nach Serbien und erhielt danach die Anordnung, zehn Tage strikt daheim zu bleiben – Ausnahme Arztbesuche. Doch daran hielt er sich nicht, wie Kontrollen der Polizei am Wohnort zeigten. Laut eigenen Angaben war er spazieren gegangen.

Die Kantonspolizei verzeigte den Mann, weil er für rund drei Stunden ausser Haus war, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Und das kostet ihn nun viel Geld: Zur Busse von 2000 Franken kommen noch 750 Franken Bearbeitungsgebühr dazu. Die Maximalbusse liegt bei 10’000 Franken.

Laut dem Artikel ist es die erste rechtskräftige Busse für einen Quarantänebrecher im Kanton Zürich. Der 44-Jährige hat die Busse akzeptiert. Zwei weitere Quarantänebrecher haben die Strafbefehle angefochten. Dort werden die Gerichte einen Entscheid fällen. Im ganzen Kanton sind laut der Zeitung bisher erst ein Dutzend Personen verzeigt worden.

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