Hombrechtikon ZH – Spaziergänger empört über Laubbläser in Naturschutzgebiet
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Hombrechtikon ZHSpaziergänger empört über Laubbläser in Naturschutzgebiet

Der Herbst hält Einzug und damit auch die mit Laub übersäten Waldwege. Vielerorts werden die Wege mit Laubbläsern befreit. Facebook-Userinnen und -Usern stösst dies sauer auf. Sie sorgen sich um die Kleinlebewesen und die natürliche Struktur.

Nicht nur im zürcherischen Hombrechtikon wird dies so gehandhabt, wie verschiedene Forstbetriebe gegenüber 20 Minuten schildern. Die Säuberung minimiere die Rutschgefahr für Fahrzeuge und Mensch, und der Laubbläser sei dazu halt das einfachste Mittel.

Gottardo Pestalozzi vom Eidg. Forschungsanstalt für Wald kann die Anwohnenden aber beruhigen. Kleintiere werden durch Laubbläser nicht mehr gefährdet als ohnehin schon. Ob das in einem Naturschutzgebiet sei, spiele dabei keine Rolle. Die Insekten sind zäh und viele davon können zudem fliegen. Ein bisschen durch die Luft gewirbelt zu werden ist für sie keine grosse Sache. Ausserdem nisten sich nicht besonders viele Insekten unter dem frisch gefallenen Laub ein, sie bevorzugen gewachsene Strukturen im Rest vom Wald.

Theoretisch sind da Wandernde schon gefährlicher, die sie zertreten könnten. Ob nun Waldweg mit oder ohne Laub, das bleibt halt immer noch Geschmackssache.

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(Team Video News)

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