Von Spaziergänger gefunden - Hochfelden rätselt über enthaupteten Ziegenbock im Wald
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Von Spaziergänger gefundenHochfelden rätselt über enthaupteten Ziegenbock im Wald

Der Kadaver eines Zwergziegenbocks wurde am Samstag in einem Waldstück bei Hochfelden ZH gefunden. Die Polizei ermittelt.

von
Philippe Coradi
Thomas Mathis
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Der Ziegenbock wurde übel misshandelt und in einem Waldstück deponiert.

Der Ziegenbock wurde übel misshandelt und in einem Waldstück deponiert.

Kantonspolizei Zürich
Bei einem Waldstück nahe der Schachenstrasse in Hochfelden wurde der Kadaver gefunden.

Bei einem Waldstück nahe der Schachenstrasse in Hochfelden wurde der Kadaver gefunden.

20min/Thomas Mathis
Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. (Symbolbild)

Die Polizei ermittelt in alle Richtungen. (Symbolbild)

Kantonspolizei Zürich

Ein Spaziergänger machte am Samstag in einem Waldstück bei Hochfelden ZH einen schrecklichen Fund. Er entdeckte kurz nach 17 Uhr nahe der Schachenstrasse den Kadaver eines enthaupteten Zwergziegenbocks. Dem schwarz-weissen Tier wurde laut Mitteilung der Kantonspolizei Zürich zudem der Bauch aufgeschnitten.

Vor Ort rätseln die Spaziergänger am Sonntag über den Fund, auch mehrere Anwohnende in den umliegenden Höfen haben ausser dem Polizeieinsatz nichts mitbekommen. Bei der Polizei, die einen Zeugenaufruf gemacht hat, tönt es ähnlich: Man ermittle auf der ganzen Bandbreite – das könne etwa einen sadistischen oder sektiererischen Hintergrund haben oder auch ein Rachefeldzug sein.

War es ein Ritual?

Ein verstümmelter Ziegenbock – steckt hinter einer solchen Tierquälerei etwa eine satanistische Absicht? Georg Otto Schmid, Leiter der Evangelischen Informationsstelle Relinfo ist skeptisch. Er könne aufgrund der vorliegenden Informationen keine konkreten Anzeichen für eine rituell oder religiös motivierte Tat erkennen: «Eine Ziege ist kein bevorzugtes Tier dafür», betont er, weder in afroamerikanischen Kreisen noch im okkulten Bereich. Allenfalls zu untersuchen sei, so Schmid, ob dem Bock das Herz fehle. Aber darüber gibt es derzeit noch keine Informationen.

Warum das Tier derart misshandelt und dort deponiert wurde, ist Gegenstand laufender Untersuchungen. Damit beauftragt sind Spezialisten der Kantonspolizei, des Forensischen Instituts Zürich sowie des Instituts für Veterinärpathologie der Universität Zürich. Die Polizei sucht jetzt Zeuginnen und Zeugen: Personen, die zum beschriebenen Sachverhalt oder mit damit zusammenhängenden Ereignissen, Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich in Verbindung zu setzen (Telefon 044 247 22 11).

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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