Krise spitzt sich zu: SPD fällt auf historischen Tiefstwert
Aktualisiert

Krise spitzt sich zuSPD fällt auf historischen Tiefstwert

In der Wählergunst in Deutschland kommen die Sozialdemokraten nur noch auf 19 Prozent – einen so niedrigen Wert wie noch nie.

von
scl
1 / 4
Bei den deutschen Sozialdemokraten überschlugen sich in den vergangenen Wochen die Ereignisse: Am 9. Februar musste Martin Schulz auf das Amt als Aussenminister verzichten – um eine neue grosse Koalition in Berlin nicht zu gefährden. (9. Februar 2018)

Bei den deutschen Sozialdemokraten überschlugen sich in den vergangenen Wochen die Ereignisse: Am 9. Februar musste Martin Schulz auf das Amt als Aussenminister verzichten – um eine neue grosse Koalition in Berlin nicht zu gefährden. (9. Februar 2018)

kein Anbieter
Am 13. Februar kündigte Schulz im Willy-Brandt-Haus in Berlin seinen Rücktritt als Parteipräsident der SPD an. (13. Februar 2018)

Am 13. Februar kündigte Schulz im Willy-Brandt-Haus in Berlin seinen Rücktritt als Parteipräsident der SPD an. (13. Februar 2018)

Keystone/Markus Schreiber/AP
Seine Nachfolge soll Fraktionschefin Andrea Nahles übernehmen. (7. Februar 2018)

Seine Nachfolge soll Fraktionschefin Andrea Nahles übernehmen. (7. Februar 2018)

Keystone/FotografMarkus Heine/EPA

Die SPD ist einer Umfrage zufolge auf einen historischen Tiefstwert in der Wählergunst in Deutschland gefallen. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid für die Zeitung «Bild am Sonntag» erhebt, kommen die Sozialdemokraten nur noch auf 19 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Einen so niedrigen Wert hatte die SPD im Sonntagstrend noch nie. Im Osten erreichte sie inzwischen nur noch 14 Prozent.

Die AfD ist in Ostdeutschland dagegen nun fast so stark wie die CDU. Die AfD kommt dort auf 25 Prozent, die Christdemokraten auf 26 Prozent. «Im Osten droht die AfD die CDU als Volkspartei abzulösen, die SPD hat sie längst überholt», sagte Emnid-Experte Torsten Schneider-Haase. Bundesweit gewinnt die AfD zwei Zähler hinzu auf 14 Prozent. CDU/CSU geben einen Punkt nach auf 33 Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei elf Prozent, die Linke steigt auf zehn Prozent (plus einen Punkt). Die FDP erreicht wie in der Vorwoche neun Prozent. (scl/sda)

Deine Meinung