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Warmes zu HauseSpechte bohren sich in Häuser

In der Nähe von Bern hat sich ein Buntspecht ein warmes Versteck ausgesucht. Durch den Putz hindurch hat er sich in die Fassade eines Wohnhauses eine Höhle gehämmert.

von
mmi

«Ich habe den Specht an einem Nachbarhaus entdeckt. Jetzt ist er in der Wand drin. Dabei ist nicht einmal Nistzeit», so Hugo Rey, der den Höhlenbau seit Sonntag beobachtet. Die Schweizerische Vogelwarte Sempach bekommt jährlich rund 20 Anfragen wegen ähnlicher Vorfälle, vor allem aus dem Mittelland. «Weil die Materialen an modernen, aussen isolierten Fassaden weicher sind, bekommen wir immer mehr solche Anfragen», sagt Michael Schaad von der Vogelwarte Sempach.

Das Verhalten der Vögel sei aber nicht abnormal: «Es scheint ihnen egal zu sein, dass die Wand kein Baum ist, denn beim Dranklopfen tönt sie ähnlich.» Zu dieser Jahreszeit diene der Höhlenbau vor allem dazu, einen Ort für die Nacht zu haben, so Schaad. Viel dagegen tun könne man nicht. «Eine Möglichkeit ist, den Vogel zu erschrecken, wenn er im Loch ist, zum Beispiel mit einem Licht oder Lärm.»

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