Hoffnung schwindet weiter: Speichelspuren der Zwillinge sind wertlos
Aktualisiert

Hoffnung schwindet weiterSpeichelspuren der Zwillinge sind wertlos

Rückschlag für die Ermittler: Eine im Juni aufgetauchte Spur der im Waadtland verschwundenen Zwillinge Livia und Alessia bringt die Ermittler nicht weiter.

Im Fall der vermissten Zwillinge Livia und Alessia ist eine weitere Spur im Sand verlaufen: Im Auto des Vaters waren im Juni Speichelspuren eines der Mädchen gefunden worden, aber nur in geringer Menge. Sie sind darum für Untersuchungen nicht verwertbar. Dies gab der Waadtländer Staatsanwalt Pascal Gilliéron gegenüber der Nachrichtenagentur sda bekannt. Er bestätigte einen Bericht der Zeitung «24 Heures» vom Mittwoch. Italienische Ermittler hatten den Speichel im Kofferraum des Autos des Vaters gefunden und ihn untersuchen wollen, etwa auf Spuren von Gift oder Schlafmittel.

Die Ermittlungen würden fortgesetzt, sagte der Staatsanwalt. Neue Elemente gebe es zurzeit aber nicht. Resultate einer Analyse von Erde an den Schuhen des Vaters würden bald eintreffen. Mehrere Proben hätten abgeglichen werden müssen. Die Schuhe waren in der Schweiz gefunden worden.

Die sechsjährigen Zwillinge aus St. Sulpice VD verschwanden am 30. Januar zusammen mit ihrem Vater. Dieser warf sich Anfang Februar in Süditalien vor einen Zug. In einem Brief kündigte er an, dass man die Zwillingsschwestern nie mehr finden werde. Ermittlungen in der Schweiz, Italien und Frankreich verliefen bisher erfolglos. (sda)

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