Aktualisiert 14.05.2020 11:05

StudieSpeicheltröpfchen bleiben bis zu 12 Minuten in der Luft

Forscher haben herausgefunden, dass Speicheltröpfchen, die beim Sprechen entweichen, bis zu 12 Minuten in der Luft verbleiben können. Das könnte dem Coronavirus bei der Übertragung helfen.

von
Reto Heimann
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 Durch Niesen und Husten kann das Coronavirus übertragen werden. (KEYSTONE/EPA/DPA/Stephan Jansen)

Durch Niesen und Husten kann das Coronavirus übertragen werden. (KEYSTONE/EPA/DPA/Stephan Jansen)

…auch beim normalen Sprechen könnten Speicheltröpfchen zu einer Infektion führen(KEYSTONE/EPA/DPA/Karl-Josef Hildenbrand)

…auch beim normalen Sprechen könnten Speicheltröpfchen zu einer Infektion führen(KEYSTONE/EPA/DPA/Karl-Josef Hildenbrand)

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Die Tröpfchen können über 10 Minuten lang in der Luft bleiben. (AP Photo/Michael Sohn)

Die Tröpfchen können über 10 Minuten lang in der Luft bleiben. (AP Photo/Michael Sohn)

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Darum gehts

  • Nicht nur Niesen und Husten, sondern auch Sprechen kann das Coronavirus übertragen.
  • Speicheltröpfchen verbleiben überraschend lange in der Luft.
  • Leises Sprechen verringert die Tröpfchenproduktion.

Husten oder Niesen sollte man in ein Taschentuch – oder wenigstens in die Armbeuge. So verhindert man, dass sich das Coronavirus im Raum ausbreiten kann. Eine Studie deutet nun aber darauf hin, dass die Übertragung des Virus schon nur über normales Sprechen stattfinden könnte.

Das allein ist noch nichts Überraschendes. Dass das Coronavirus per Speichel (und also auch über das Sprechen) übertragen werden könnte, vermuteten Forscher schon länger. Überraschender ist vielmehr, wie lange die Speicheltröpfchen tatsächlich in der Luft verbleiben.

Leise sprechen hilft

Eine Gruppe von Forschern liess Testpersonen in einem geschlossenen Raum während 25 Sekunden den Satz «Stay healthy» (englisch für: «Bleib gesund») wiederholen. Danach untersuchten sie mittels Laserstrahlen, wie lange die während des Sprechens entwichenen Speichel-Tröpfchen im Raum blieben. Im Durchschnitt war das 12 Minuten lang der Fall. Das berichtet die deutsche Zeitung «Welt».

Die Forscher gehen davon aus, dass bei lautem Sprechen während einer Minute bis zu tausend viruskontaminierte Speicheltröpfchen den Mund verlassen könnten. Dieselbe Forschergruppe hatte im Vorfeld schon herausgefunden, dass leiseres Sprechen die Menge an ausgestossenen Tröpfchen reduziert. Die Ergebnisse der Studie sind noch nicht gesichert, geben aber erste Hinweise darauf, wie die Übertragung des Coronavirus übers Sprechen stattfinden könnte – und wie gross das Infektionsrisiko tatsächlich sein könnte.

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81 Kommentare
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WiWi

15.05.2020, 13:43

Ich hab mal ne Frage. Wo ist eigentlich die Grippe dieses Jahr hin? Ernsthaft... normalerweise sterben mehrere tausend Menschen jedes Jahr daran. Ich habe keine einzige Nachricht in den Medien zur Influenza gehört oder gelesen. Die Grippe wird doch wohl nicht einfach in die Ferien geflogen sein....?✈️

Marie

15.05.2020, 12:36

Na also, wie wäre es dann mal mit einer Maskenpflicht??? Wenn alle eine tragen würden, würde sie sehr wohl nutzen. Wenn nur einzelne sie tragen, natürlich nicht. Sie halten nicht alle Viren ab, aber es ist ein Unterschied ob mich 1000000 Viren treffen oder 100. Mit 100 kommt mein Immunsystem klar.

Ich hab die Nase voll, ich wer

15.05.2020, 12:01

Ganz was neues wenn es um Viren geht