Desert X Prix: Spektakuläre Unfälle bei Extreme E-Premiere – Nico Rosbergs Team siegt
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Desert X PrixSpektakuläre Unfälle bei Extreme E-Premiere – Nico Rosbergs Team siegt

In der Wüste von Saudi-Arabien fand das erste Rennen der neuen Elektroserie Extreme E statt. Der Final war eine klare Sache.

von
Adrian Hunziker

Claudia Hürtgen wurde am Sonntag abgeschossen, nachdem sie am Samstag bereits verunfallt war.

Extreme E

Darum gehts

  • In der Wüste von Saudi-Arabien fand der Desert X Prix statt.

  • Es war das erste Rennen der Elektro-Serie Extreme E.

  • Bei der Rallye kam es zu spektakulären Szenen, aber auch Unfällen.

  • Die Premiere gewann das Team von Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg.

Es ist nur ein Surren zu hören, mitten in der Wüste. Hinter dem Auto, dem «Odyssey21», ist eine grosse Staubwolke zu sehen. Der Elektro-Rennwagen führt seine Spur durch Sand und Geröll in Saudi-Arabien im Desert X Prix. Dieser gehört zur neuen Elektro-Rennserie Extreme E.

Es ist ein Rennen der Extreme in Al’Ula, einer Stadt mit 5000 Einwohnern, mitten in der Wüste. Fünf bis sechs Regentage gibt es hier pro Jahr. Wenn die Klimaerwärmung so fortschreitet, wird es noch weniger geben und das Leben in Al’Ula wird immer unmöglicher. Auch darauf will Extreme E aufmerksam machen.

Zurück zum ersten Rennen: Im Qualifying vom Samstag kam es zu einem spektakulären Sturz durch Claudia Hürtgen. Die Fahrerin vom Team ABT Cupra XE (Seat) überschlug sich mehrfach, blieb aber unverletzt. Sie habe wohl einen Stein getroffen, «in diesem Moment bekam ich Übersteuern und dann habe ich gegengelenkt. Das war ziemlich hart und weil ich in diesem Moment mit dem Felsen an der Seite zu schnell war, ist es dann passiert. Dann dachte ich nur: ‹Oh, Scheisse!›», sagte die 49-Jährige.

Claudia Hürtgen überschlug sich mehrfach, blieb aber unverletzt.

Video: Extreme E

Nach dem Unfall hatte Hürtgens Team ABT Cupra XE keine Chance mehr auf einen Finalplatz. Am Sonntag durfte die Deutsche mit Teamkollege Mattias Ekström aus Schweden nur noch im Shootout teilnehmen, bei dem es nur noch um die Platzierung ging. Aber erneut hatte Hürtgen Pech, dieses Mal war es jedoch nicht ihr verschulden, sie wurde von Gegner Kyle LeDuc abgeschossen (siehe Video ganz oben).

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An Ostern startet die Rennserie Extreme E. 

An Ostern startet die Rennserie Extreme E.

Extreme E
In dieser Meisterschaft sind nur elektrisch betriebene Motoren zugelassen. 

In dieser Meisterschaft sind nur elektrisch betriebene Motoren zugelassen.

Eder Fernandez/Spacesuit Media
Jedes Team fährt mit demselben Auto: Der «Odyssey21» ist 550 PS stark. 

Jedes Team fährt mit demselben Auto: Der «Odyssey21» ist 550 PS stark.

Charly Lopez/Spacesuit Media

Den Sieg im ersten Extreme E-Rennen der Geschichte sicherte sich letztlich das Team Rosberg X Racing von Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg. Im Final mit drei Teams war es zu einem erneuten Duell wie 2016 gekommen. Damals hatte Rosberg den Formel-1-Titel vor seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton gewonnen. Am Sonntag duellierten sich die Rennteams der beiden, zusammen mit dem Team Andretti United Extreme E. Das beste Rennen zeigten letztlich Molly Taylor und Johan Kristoffersson, sie gewannen mit grossem Abstand.

Die Gesamtwertung führt Team Rosberg X Racing mit 35 Punkten vor X44 (Hamilton) mit 30 Punkten an. Hürtgens Team ABT Cupra XE folgt auf Rang sieben von neun Teams. Das kann sich am Ocean X Prix an der Atlantik-Küste Senegals rund um den Lac Rose am 29. und 30. Mai aber schnell wieder ändern.

Deine Meinung

65 Kommentare
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Antibrumm

04.04.2021, 17:24

Nie wieder kaufe ich mir einen Verbrenner. Zu viele Nachteile hat diese Technik. Für Mensch, Umwelt und Portemonnaie.

Herr. Bünli Original live am Wasserpfeife

04.04.2021, 17:14

da war es zu schnell da.

Frederika

04.04.2021, 16:59

Echt jetzt, kann eigentlich alles als Motorsport bezeichnet werden, auch solche Emuschibrummer.