400-m-Final: Spektakulärer Finish – Sturz ins Ziel bringt Gold
Aktualisiert

400-m-FinalSpektakulärer Finish – Sturz ins Ziel bringt Gold

Der 400-m-Final der Frauen in Rio wurde am Schluss zu einem regelrechten Krimi.

von
jwi

Shaunae Miller rettet sich ins Ziel. (15. August 2016) Quelle: Twitter/NBC

Nicht einmal ein amerikanischer Fernsehkommentator glaubte, dass sie gewonnen hatte. Auf den letzten Zentimetern schien Allyson Felix Shaunae Miller im 400-m-Final noch überholt zu haben. Miller stürzte kurz vor der Ziellinie und Felix kam ihr noch gefährlich nahe. Die Athletinnen starrten nach dem Zieleinlauf ungläubig auf die Bildschirme im Stadion. Wer hatte nun gewonnen?

Nach kurzer Zeit wurde die von den Bahamas stammende Miller als Siegerin bekannt gegeben. Mit persönlicher Bestzeit gewinnt sie im Olympiastadion João Havelange, das knapp zur Hälfte gefüllt war, vor der Amerikanerin Felix.

Miller gelang damit die Revanche für die Niederlage vor einem Jahr an den Weltmeisterschaften in Peking, wo Felix gesiegt hatte. In 49,51 Sekunden verbesserte die 22-Jährige aus Nassau, die die ehemalige französische Leichtathletin Marie-José Pérec ihr Vorbild nennt, ihre Jahresweltbestzeit um elf Hundertstelsekunden.

Überglücklich trat Miller später vor die Kameras in der Interviewzone. «Ich bin so dankbar. Ich habe so hart für diesen Sieg gearbeitet», sagte Miller zu SRF. Auch in den sozialen Medien wurde Miller danach gefeiert. Zahlreiche Posts und Videos zu ihrem Siegessturz tauchten auf.

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