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Spektakuläres Gewitter über dem Chaitén

Der Vulkan Chaitén in Chile hat seine Aktivität noch verstärkt. Nachdem die Bevölkerung evakuiert ist, werden Tierschützer aktiv: Sie sorgen sich um Hunderte zurückgelassene Haustiere. Währenddessen sorgen unglaubliche Aufnahmen eines Gewittersturms während des Vulkanausbruchs für Aufsehen.

Tierschützer bemühen sich nach dem Ausbruch des Vulkans Chaiten im Süden Chiles um Hilfe für hunderte zurückgelassene Katzen und Hunde und wollen ihnen Futter bringen. Ausserdem sollten die Haustiere wie zuvor ihre Besitzer in Sicherheit gebracht werden.

Die Einwohner von Chaiten haben nach ihrer Evakuierung am 2. Mai schätzungsweise 450 Hunde und 350 Katzen in der Stadt zurückgelassen. Das Gebiet im Umkreis von 50 Kilometern um den Vulkan wurde zum Sperrgebiet erklärt. Nutztiere werden von der Regierung in Sicherheit gebracht, für totes Vieh erhalten die Besitzer eine Entschädigung.

Die Haustiere zu retten werde mindestens 48 Stunden dauern, sagte ein Sprecher von der Coalition for Ethical Control of Urban Fauna. Sie müssten eingefangen und auf Käfige verteilt werden, einige bräuchten Beruhigungsmittel. Die internationale Koordinatorin der Gruppe, Adriana de La Garza, erklärte, Soldaten hätten die Hunde und Katzen gelegentlich gefüttert.

Spektakuläres Gewitter

Der Chaiten hatte seine Aktivität Ende der Woche verstärkt, auch am Samstag spie er Asche und Rauch in den Himmel. Insgesamt wurden seit dem ersten Ausbruch des Vulkans seit mehreren tausend Jahren am Donnerstag vergangener Woche mehr als 7000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Erst eine Woche nach dem Aktivwerden des Chaitén wurden spektakuläre Bilder eines Gewitters übermittelt, die während des Ausbruchs aufgenommen wurden. Sie zeigen, dass ein Gewittersturm biblischen Ausmasses das Naturereignis begleitete.

Elektrische Stürme über Vulkanausbrüchen sind nicht selten und gut dokumentiert. Allerdings streiten sich Wissenschaftler darüber, wodurch die Blitzgewitter verursacht werden. (dapd)

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