Phillipe Boutron verletzt – Auto explodiert bei Rallye Dakar
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Fahrer schwer verletztSpekulationen über Terrorakt – Auto-Explosion erschüttert Rallye Dakar

Bei der Rallye Dakar verletzte sich Phillipe Boutron bei einer plötzlichen Explosion seines Autos abseits des Renngeschehens vor einem Hotel in Dschidda schwer. Noch ist unklar, wie es zu dem Vorfall kommen konnte.

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Da war das Auto noch intakt. Der Franzose Phillipe Boutron verletzte sich bei einer Explosion.

Da war das Auto noch intakt. Der Franzose Phillipe Boutron verletzte sich bei einer Explosion.

imago images/PanoramiC
Boutron amtet neben seiner Rennfahrer-Tätigkeit als Präsident eines französischen Fussball-Clubs in der 3. Liga.

Boutron amtet neben seiner Rennfahrer-Tätigkeit als Präsident eines französischen Fussball-Clubs in der 3. Liga.

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Was genau die Explosion auslöste, ist noch unklar.

Was genau die Explosion auslöste, ist noch unklar.

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Darum gehts

  • Bei der Rallye Dakar zog sich ein französischer Fahrer nach einer Explosion schwere Verletzungen zu.

  • Das französische Aussenministerium schliesst einen kriminellen Akt nicht aus.

  • Die saudi-arabischen Behörden erhöhten nun die Sicherheitsvorkehrungen.

Kurz vor dem Auftakt der 44. Ausgabe der Rallye Dakar kam es zu einen tragischen Zwischenfall. Ein französischer Fahrer hat sich bei einer Explosion an seinem Fahrzeug schwer verletzt und muss nach einer Operation in sein Heimatland Frankreich ausgeflogen werden, wie die Organisatoren der Rallye nun anfangs Jahr mitteilten. Der Mann war laut Angaben des Rallye-Veranstalters ASO am Donnerstag schwer verletzt worden, als sein Fahrzeug vor einem Hotel in der saudi-arabischen Stadt Dschidda durch eine «plötzliche Explosion» gestoppt wurde.

Während der Mann das Assistenzfahrzeug seines Teams zur technischen Abnahme fuhr, explodierte ein Sprengsatz unter seinem Sitz und verursachte ein Loch im Boden des Fahrzeugs. Die Polizei ermittelt noch immer über die Hintergründe des Vorfalls und will zum gegenwärtigen Zeitpunkt «keine Möglichkeit ausschliessen, auch keinen böswilligen Akt».

War es ein Bomben-Attentat?

Die italienische Sportzeitung «Gazzetta dello Sport» mutmasste in der Folge, dass es sich bei der Explosion tatsächlich nicht um einen Unfall, sondern möglicherweise sogar um ein Bomben-Attentat handeln soll. Der saudi-arabische Innenminister konnte diese Gerüchte bislang aber noch nicht bestätigen und schrieb auf Twitter, es gebe zurzeit keinen «kriminellen Verdacht» für die Ursache des Zwischenfalls.

Gemäss den Angaben der Veranstalter und Behörden handelte es sich bei dem verunglückten Fahrzeug um ein Begleitfahrzeug mit insgesamt sechs Passagieren an Bord, von denen einer ins Militärkrankenhaus in Dschidda eingeliefert wurde und am Bein operiert werden musste. Bei dem verletzten Fahrer handelt es sich nach den Angaben des Rallye-Rennleiters um den Präsidenten des französischen Fussball-Clubs US Orléans (3. Liga), den 61-jährigen Philippe Boutron. Der Zustand des 61-Jährigen soll trotz der schweren Verletzung nicht kritisch sein. Die anderen Passagiere blieben alle unverletzt.

Der Motorsport-Weltverband Fia sprach den Behörden in Saudi-Arabien das Vertrauen aus bei der Aufarbeitung des Vorfalls. «Fia vertraut den örtlichen Behörden dabei, zu ergründen, was passiert», hiess es in einer Mitteilung am Sonntag. Man vertraue auch darauf, dass diese gemeinsam mit den Veranstaltern weiterhin die Sicherheit des Rennens gewährleisten würden.

Sicherheitsvorkehrungen werden verstärkt

Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurden die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Rallye-Lager als Folge des Zwischenfalls in Dschidda nun bereits erheblich verstärkt. In den Reisehinweisen auf seiner Website rief das französische Aussenministerium nach der «Explosion» ebenfalls zu «maximaler Wachsamkeit» auf und betonte ebenfalls, dass «die Hypothese eines kriminellen Akts nicht ausgeschlossen» sei.

Die legendäre Rallye Dakar startet am 2. Januar und dauert noch bis zum 14. Januar an. Mit Mario Jacober (44) und Sladjan Miljic (28) sind auch zwei Schweizer am Start beim Ritt durch die Wüste. Die beiden Hobby-Rennfahrer nehmen die 8500 Kilometer durch Saudi-Arabien in einem russischen Lada aus dem Jahr 1984 in Angriff und reisten bereits im Dezember nach Hail, wo die Rallye startet.

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(dpa/flo)

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