Spenden wird attraktiver
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Spenden wird attraktiver

Das Spenden in der Schweiz wird etwas attraktiver. Der Ständerat hat am Donnerstag die letzte Differenz bei der Revision des Stiftungsrechts ausgeräumt.

Stillschweigend liess die kleine Kammer die Ermächtigung der Kantone fallen, bei Schenkungen unter gewissen Voraussetzungen Abzüge von bis zu 100 Prozent bei der direkten Bundessteuer zu gewähren. Nationalrat und Bundesrat hatten sich daran gestossen, dass die Kantone über fremde Steuern sollten entscheiden können.

Die Liberalisierung des Stiftungsrechts war von Ständerat Fritz Schiesser (FDP/GL) mit einer parlamentarischen Initative angeregt worden. Sie soll im Interesse der Allgemeinheit die Spendierfreudigkeit erhöhen, die heute durch ein zu starres rechtliches Korsett und fehlende steuerliche Anreize gebremst wird.

Neu können Zuwendungen an steuerbefreite gemeinnützige Institutionen bei der direkten Bundessteuer in der Höhe von 20 statt 10 Prozent des Reineinkommens bzw. des Reingewinns abgezogen werden. Unter gewissen Auflagen dürfen Stifter den Stiftungszweck nachträglich ändern. Die Stiftungen müssen eine Revisionsstelle bezeichnen, wobei die Aufsichtsbehörde kleine Stiftungen von dieser Pflicht befreien kann.

(sda)

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