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Spengler Cup: HC Davos im Final

Der Spenglercup erlebt an Silvester den Showdown mit dem Klassiker Davos gegen Team Canada. Die Bündner holten im letzten Gruppenspiel den notwendigen Punkt, verloren aber gegen Chimik Mytischtschi 2:3 (0:1, 1:0, 1:1, 0:1) nach Verlängerung.

Davos musste sich die Final-Qualifikation buchstäblich bis zur letzten Sekunde hart erkämpfen. Nach dem vermeintlich finalkursweisenden Treffer von Robin Leblanc (46.), der einen Schuss von Reto von Arx filigran zwischen den Beinen und mit dem Rücken zum Tor ablenkte, schien der HCD zwar mit eineinhalb Beinen im Endspiel, zumal Michel Riesen noch einen Matchpuck vergab. Sergej Mozjakin brachte aber dreieinhalb Minuten vor Schluss mit dem 2:2 die Spannung zurück und eine halbe Minute vor Spielende hätte man den Gästen zudem einen Penalty geben können.

In der Verlängerung, die für den Turnierausgang ohne Bedeutung war, setzte Arno Del Curto dann den jungen Goalie Leonardo Genoni ein. Der Keeper aus der Organisation der ZSC Lions hatte viel Pech. Mozjakins Schuss nach 51 Sekunden rutschte ihm "zwischen den Hosenträgern" durch.

Der Sieg der Gäste war aber verdient, hätte sich doch Davos nach dem ersten Spielabschnitt auch über einen 0:3-Rückstand nicht beklagen können. Sergej Mozjakin brachte die Russen nach nur 50 Sekunden mit einem leicht abgefälschten Schuss in Führung, den Jonas Hiller zwischen den Beinen passieren liess. Anschliessend tanzten die Russen phasenweise wie am Vortag bei der 5:0-Demontage des Team Canada, liessen aber auch erstklassige Chancen ungenutzt: Als grösste Sünder im Ensemble von Petr Worobjew erwiesen sich Ilja Krikunow, der den Puck an Hiller vorbei ins Tor tragen wollte (15.) und Alexej Sirokow, der das Kunststück fertig brachte, das leer stehende Tor weit zu verfehlen (17.).

In den ersten beiden Minuten des Mittelabschnitts verpasste Chimik erneut dreimal aus guter Ausgangslage, ehe Davos mit der allerersten richtigen Chance zum Ausgleich kam. Nach einem Schuss von Benjamin Winkler entstand ein Getümmel vor dem Kasten der Russen, Loic Burkhalter reagierte am Schnellsten und liess sich so seinen ersten Skorerpunkt des Turniers notieren (23.).

Dieser Treffer verlieh dem NLA-Leader gleichermassen Auftrieb, wie er den Spieltrieb des schon ausgeschiedenen Dritten der russischen Meisterschaft zu hemmen schien. Davos schlug aber aus 62 Sekunden doppelter Überzahl kein Kapital, anschliessend verpassten Robin Leblanc und Oleg Petrow vor auch im vierten HCD-Spiel ausverkauften Rängen die mögliche Vorentscheidung.

Chimik Mytischtschi - Davos 3:2 (1:0, 0:1, 1:1, 0:1) n.V.

Eisstadion. -- 7080 Zuschauer (ausverkauft). -- SR Rönn, Wehrli/Wirth. -- Tore: 1. (0:50) Mozjakin 1:0. 23. Burkhalter (Taticek, Winkler) 1:1. 47. Leblanc (Reto von Arx/Ausschluss Schastliwyy) 2:1. 57. Mozjakin (Dimitri Bykow) 2:2. 61. (60:51) Mozjakin (Sirokow, Leschtschew/Ausschluss Ambühl) 2:3. -- Strafen: Je 7mal 2 Minuten.

Chimik: Barulin; Kosmatschew, Balandin; Dimitri Bykow, Homitski; Puyats, Semjenow; Kruschinin, Metljuk; Michail Sewostjanow, Sergej Sewostjanow, Boykow; leschtschew, Sirokow, Mozjakin; Pavel Worobjew, Schastliwyy, Gluchow; Pronin, Ilja Worobjew, Krikunow.

Davos: Hiller (61. Genoni); Jan von Arx, Richter; Blatter, Chawanow; Winkler, Crameri; Müller; Riesen, Reto von Arx, Daigle; Petrow, Marha, Ambühl; Somervuori, Taticek, Burkhalter; Leblanc, Rizzi, Baumann; Nittel.

Bemerkungen: Chimik ohne Buljanski und Titow, Davos ohne Varada, Naumenko, Gianola, Furrer und Guggisberg. 59:33 Timeout Chimik. Chimik ab 59:33 bis 60:00 ohne Goalie.

(si)

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