Flughafen Zürich: Sperrzeiten werden berücksichtigt
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Flughafen ZürichSperrzeiten werden berücksichtigt

Der Kanton Schaffhausen spricht sich gegen zusätzliche Nordanflüge auf den Flughafen Zürich aus. Der Regierungsrat favorisiert im SIL-Prozess die Betriebsvariante «E DVO», welche die Sperrzeiten im süddeutschen Luftraum berücksichtigt.

Diese Variante, die auf dem heutigen Pistensystem basiert, liege am nächsten bei einer fairen Verteilung des Fluglärms, teilte der Schaffhauser Regierungsrat am Dienstag mit. Ablehnend steht die Regierung den beiden anderen Varianten gegenüber, die der Bund zur Diskussion gestellt hat - «E optimiert» und «J optimiert».

Der Kanton empfiehlt, diese beiden Varianten nicht weiter zu verfolgen, wie er in seiner Vernehmlassungsantwort zum neuen Betriebsreglement für den Flughafen schreibt. Nicht widersetzen würde sich der Kanton hingegen einer Verlängerung der Piste 28 nach Westen, sofern dies zu einer «Optimierung des Flugbetriebes» beitragen würde.

Die Verlängerung der Piste 32 nach Norden soll nach Ansicht des Regierungsrates hingegen nicht ins Objektblatt aufgenommen werden, solange dadurch die Lärmbelastung im Norden zunehmen würde. Südstarts sollen während der Hauptverkehrszeiten auch künftig möglich sein, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Der Sachplan Infrastruktur Luftfahrt steckt den Rahmen für die Entwicklung des Flughafens Zürich bis 2030 ab. Konkret definiert der Bund mit dem Objektblatt den Rahmen für den künftigen Betrieb des Flughafens und die erforderlichen Anlagen wie Pisten, Rollwege und Gebäude.

Festgelegt werden zudem die Grenzen des zulässigen Fluglärms in Form von Belastungskurven. Gemäss Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ist vorgesehen, dass der Bundesrat das überarbeitete Objektblatt gemeinsam mit den auf den SIL abgestimmten Richtplänen der Kantone Aargau und Zürich 2012 genehmigt. (sda)

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