Basel: Sperrzone ums Joggeli bei Europa-League-Final

Aktualisiert

BaselSperrzone ums Joggeli bei Europa-League-Final

Der St. Jakob-Park wird rund um den Europa-League-Final im Mai während drei Tagen zur Sperrzone. Zudem bleibt das Joggeli-Gartenbad am 18. Mai geschlossen.

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fh

Das Spiel findet aufgrund der angespannten Lage in Europa mit erhöhten Sicherheitsmassnahmen statt. Die Sicherheitskosten betragen ein bis zwei Millionen Franken, die vom Kanton Basel-Stadt getragen werden. Das Polizeidispositiv wappnet sich für jedes mögliche Szenario, wie Martin C. Roth von der Kantonspolizei Basel-Stadt sagte.

Die Massnahmen im Hinblick auf das Finalspiel im St.-Jakob-Park richten sich in erster Linie nach der Sicherheitslage in Europa. Die Vorkehrungen seien daher stärker als etwa bei den Spielen der EM-Endrunde 2008 in der Schweiz. Derzeit gebe es aber keine konkreten Hinweise auf einen geplanten Terroranschlag. «Unser Dispositiv wird laufend überprüft», so Roth weiter.

Grössere Einschränkungen

Die umzäunte Sperrzone unmittelbar um das Stadion wird am späten Dienstagabend eingerichtet und bleibt bis am Donnerstagmorgen in Betrieb, wie die Basler Regierung am Dienstag mitteilte. Die Sperrung gilt für alle Verkehrsteilnehmer und Fussgänger. Geschlossen bleiben auch die Autobahnanschlüsse und das Gartenbad St. Jakob, was besonders die Schwimmer ärgern dürfte.

Eingeschränkt ist am Spieltag am Mittwoch zudem der öffentliche Verkehr: Die unmittelbar am Stadion vorbeiführende Tramlinie 14 wird mit Ersatzbussen aufrechterhalten, wobei einige Haltestellen nicht bedient werden. Ausserdem werden drei Buslinien umgeleitet. «Die Planung der Umleitungen ist seit längerer Zeit in vollem Gang», sagt Benjamin Schmid, Mediensprecher der BVB.

Helikopter im Einsatz

Im Einsatz steht am Dienstag und Mittwoch im Weiteren ein Helikopter zur Führungsunterstützung der Sicherheitskräfte, wie es weiter heisst. Je nach Finalpaarung und aktueller Sicherheitslage seien zudem jederzeit weitere Anpassungen möglich.

Die Basler Regierung hatte Anfang April einen grenzüberschreitenden Polizeieinsatz bewilligt. Neben Polizistinnen und Polizisten aus Basel-Stadt und Basel-Landschaft gilt die Bewilligung auch für einen allfälligen Einsatz deutscher Polizeikräfte. Damit soll flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse reagiert werden können. Laut Roth erhalte man Unterstützung aus der ganzen Schweiz.

Anpfiff des Europa-League-Finals im St. Jakob-Park ist am 18. Mai um 20.45 Uhr. Die Finalteilnehmer stehen indes erst am 5. Mai fest. In den Halbfinals spielen Shakhtar Donetsk gegen Sevilla und Villarreal gegen Liverpool (Grossbritannien).

Fanmärsche in der Innenstadt

Zum Finalspiel erwarten die Verantwortlichen etwa 35'000 Zuschauerinnen und Zuschauer, rund 500 Gäste des europäischen Fussballverbands UEFA sowie gegen 900 Medienschaffende aus 50 Ländern. Nach Schätzungen des Basler Standortmarketings werden rund 5500 Hotelübernachtungen generiert. «Das wird ein grossartiges Sportevent», freut sich Regierungsrat Christoph Eymann.

In der Basler Innerstadt sollen am Spieltag zwei getrennte Fanmärsche zum Stadion stattfinden. Als Treffpunkte der beiden Fanlager sind der Barfüsserplatz und der Claraplatz vorgesehen. Von dort aus werden die Fans unter polizeilicher Aufsicht zum Stadion begleitet. Auf dem Münsterplatz wird am Dienstag und Mittwoch eine neutrale Fanzone eingerichtet. (fh/sda)

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