Sperrzonen für Prostituierte
Aktualisiert

Sperrzonen für Prostituierte

Asylsuchende, die in Zürich zwei Mal wegen illegaler Prostitution verzeigt werden, müssen mit einem Rayonverbot rechnen.

Bisher waren vor allem Drogendealer mit dieser Zwangsmassnahme belegt worden.

Seit einigen Monaten verfügt das kantonale Migrationsamt auch für Prostituierte mit Asylstatus Rayonverbote. Urs Schwarz, Chef der Abteilung Massnahmen beim Migrationsamt, hat am Freitag eine entsprechende Meldung des «Tages-Anzeigers» bestätigt. Bisher seien rund ein halbes Dutzend solcher Rayonverbote gegen Prostituierte ausgesprochen worden.

Die betroffenen Frauen dürfen ein bestimmtes Gebiet nicht mehr betreten. Die bisher Betroffenen sind laut Schwarz in Durchgangszentren ausserhalb der Stadt Zürich untergebracht.

Ausserkantonale dürfen sich nicht mehr im Kanton Zürich aufhalten, Zürcher Landgemeinden zugewiesene Personen dürfen die Stadt Zürich nicht betreten. Wären es Personen, die der Stadt Zürich zugewiesen sind, würde für sie die City mit den Kreisen 4 und 5 als Sperrgebiet gelten.

Grundlage für die Zwangsmassnahmen ist das seit 1995 geltende neue Ausländerrecht. Ausländerinnen und Ausländer ohne Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung können ausgegrenzt werden, wenn sie die öffentliche Sicherheit und Ordnung stören. Dies trifft laut Schwarz nicht nur für Personen im Betäubungsmittelhandel zu. (sda)

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