Stadt Zug: Spezialeinheit dringt zu Mann vor, der sich in Wohnung verschanzt
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Stadt ZugSpezialeinheit dringt zu Mann vor, der sich in Wohnung verschanzt

In der Innenstadt von Zug hat sich ein Mann in einem Zimmer verschanzt. Er warf Gegenstände aus dem Fenster.

von
Martin Messmer
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In Zug verschanzte sich ein Mann in seiner Wohnung und warf Gegenstände aus dem Fenster. Die Umgebung rund um den roten Punkt wurde von der Polizei abgeriegelt.

In Zug verschanzte sich ein Mann in seiner Wohnung und warf Gegenstände aus dem Fenster. Die Umgebung rund um den roten Punkt wurde von der Polizei abgeriegelt.

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Aufgeboten wurden die Verhandlungsgruppe der Zuger Polizei, die Interventionseinheit Luchs, der Rettungsdienst Zug sowie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug.

Aufgeboten wurden die Verhandlungsgruppe der Zuger Polizei, die Interventionseinheit Luchs, der Rettungsdienst Zug sowie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug.

mme
Um 18 Uhr gelang es der Spezialeinheit Luchs, zum Mann vorzudringen. (Symbolbild)

Um 18 Uhr gelang es der Spezialeinheit Luchs, zum Mann vorzudringen. (Symbolbild)

zg.ch

Darum geht es

  • Am Dienstag um 16 Uhr wurde die Zuger Polizei alarmiert, weil sich ein Mann in seinem Zimmer verschanzt hatte.
  • Die Polizei bot die Spezialeinheit Luchs auf.
  • Nach zwei Stunden konnten die Luchse zum Mann vordringen.

Grosseinsatz in der Stadt Zug: Kurz vor 16 Uhr ging auf der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei die Meldung ein, dass sich ein 83-jähriger Mann in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt Zug verschanzt hat. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, hatte der Mann mehrere Gegenstände aus einem Fenster geworfen und sich in einem Zimmer eingesperrt, teilte die Polizei mit. Seine Ehefrau konnte die Wohnung kurz zuvor unverletzt verlassen.

Polizei riegelt Umgebung ab

Aus Sicherheitsgründen wurde die Örtlichkeit abgesperrt und die Verhandlungsgruppe der Zuger Polizei, die Interventionseinheit Luchs, der Rettungsdienst Zug sowie die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug aufgeboten. «Trotz intensiven Versuchen gelang es vorerst nicht, den an einer demenziellen Erkrankung leidende Mann dazu zu bewegen, die Wohnung zu verlassen», schreibt die Zuger Polizei. Kurz vor 18 Uhr konnten Mitglieder der Interventionseinheit Luchs dann aber ins Zimmer eindringen und den unverletzten Mann in Gewahrsam nehmen. Anschliessend wurde er in ärztliche Obhut übergeben. Für Drittpersonen bestand laut Polizeiangaben zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr.

Das ist die Sondereinheit Luchs

Mitglieder der Spezialeinheit Luchs führen ihr Können vor.

Mitglieder der Spezialeinheit Luchs führen ihr Können vor.

zg.ch

Die Sondergruppe Luchs gelangt bei schwierigen Interventionen, zum Beispiel bei heiklen Festnahmen oder der Befreiung von Geiseln zum Einsatz, heisst es auf der Website des Kantons Zug. Die Luchse sind zudem für den Schutz von Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft verantwortlich. Die Interventionseinheit entstand 1986 aus den Anti-Terror-Spezialisten der Zentralschweizer Polizeikorps. Zudem gibt es die Sondergruppe Habicht für Präzisionsschützen.


Wer zu den «Luchsen» will, müsse sich einer strengen Selektion unterziehen: «Gefordert ist höchste physische und psychische Leistungsfähigkeit. Nach der Aufnahme in die Gruppe folgt eine stetige Aus- und Weiterbildung. Zur Grundausbildung gehören unter anderem Interventionen mit und ohne Hund, Schiessen, Fahrtrainings, Selbstverteidigung, das Eindringen in Gebäude sowie Einsätze vom Helikopter aus», schreibt der Kanton.

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